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StartseiteSport am WochenendeBreite Skepsis im IAAF-Council12.03.2016

DopingBreite Skepsis im IAAF-Council

Russlands Leichtathletik-Verband kann derzeit nicht mit einer Aufhebung seiner Sperre für Olympia 2016 rechnen. Das teilte das Council des Weltverbandes mit. ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt hat vor einem endgültigen Beschluss eine "kleine Tendenz" im IAAF-Gremium ausgemacht.

Hajo Seppelt im Gespräch mit Philipp May

ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt  (Deutschlandradio/Jessica Sturmberg)
ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt (Deutschlandradio/Jessica Sturmberg)

"Ich sehe eine kleine Tendenz dahingehend, dass die Russen bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro nicht dabei sein werden", sagt ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt im Deutschlandfunk. Er sehe eine breite Mehrheit im 27-köpfigen Council des Weltverbandes IAAF, "die die Auffassung vertritt, dass es die Russen einfach nicht mehr schaffen können, im größten Land der Welt rechtzeitig für ein einigermaßen ausreichendes, stabiles Doping-Kontrollsystem zu sorgen."

Seppelt verwies zugleich auf Vorwürfe, die am vergangenen Sonntag in der WDR-Dokumentation deutlich geworden seien, wonach nach wie vor Trainer Dopingmittel an Athleten verkauften. Auch würden suspendierte Betreuer immer noch Elitesportler trainieren.  

Entscheidend sei aber der politische Druck. Er könne noch dazu führen, dass trotz aller klaren Fakten und der erdrückenden Beweislast gegenüber den Russen es am Ende doch noch zu einem Olympiastart von ihnen komme, sagte Seppelt.

Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 12. September 2016 nachhören.

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