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StartseiteSport am WochenendeDoping in Deutschland: Abschlussbericht wird fertiggestellt16.01.2013

Doping in Deutschland: Abschlussbericht wird fertiggestellt

Beim umstrittenen Forschungsprojekt zur Dopingaufarbeitung in Deutschland gibt es weiter Unklarheiten

Unlängst hieß es, dass das Forschungsprojekt bis März 2013 abgeschlossen sein soll. Das BISp teilte in seiner schriftlichen Stellungnahme dem Bundestagssportausschuss nun mit, dass man davon ausgehe, dass dieser Zeitraum eingehalten werde.

Von Robert Kempe

Die Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon (Grüne) (picture alliance / dpa / Soeren Stache)
Die Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon (Grüne) (picture alliance / dpa / Soeren Stache)

Und: sowohl der Bericht der HU zur dritten Forschungsphase ab dem Fall der Mauer als auch der gemeinsame Abschlussbericht mit der Uni-Münster vorgelegt werde.

Den Teil der Humboldt-Universität am Abschlussbericht soll der Historiker Giselher Spitzer anfertigen. Dies ist laut Schreiben von HU-Vizepräsident Peter Frensch an den Ausschuss der Gegenstand von Spitzers HU-Werkvertrag. Man werde seine Verpflichtungen aus dem Zuwendungsbescheid selbstverständlich erfüllen und einen Abschlussbericht erstellen. Dieser soll auch die strittige letzte Phase enthalten, so Frensch in seinem Schreiben.

Weitere wissenschaftliche Arbeiten wird es demnach nicht geben. Zwar existieren knapp 800 Seiten an Berliner Forschungsergebnissen, doch durch das Auflösen der HU-Projektgruppe im März 2012, konnte der letzte Zeitraum nicht ausgiebig genug bearbeitet werden.

Die HU will nun zügig eine Veröffentlichung der ersten beiden Forschungsberichte, die sich mit der Zeit bis 1989 beschäftigen, in die Wege leiten, teilte HU-Vizepräsident Frensch auf Anfrage mit.

Laut BISp, erteilte man der HU bereits im Mai letzten Jahres die Freigabe für die Veröffentlichung. Doch, so heißt es aus HU-Kreisen, sollen u.a. datenschutzrechtliche Bedingungen daran geknüpft sein. Die Universität prüfe diese seit geraumer Zeit. Demnächst soll alles abgeschlossen sein.

Für die sportpolitische Sprecherin der Grünen, Viola von Cramon, hätte eine anonymisierte Veröffentlichung der Forschungsergebnisse ohnehin wenig Wert.

"Das ist ungefähr so, als wenn wir im Radsport oder in anderen Sportarten über Dopingskandale in Spanien diskutieren und den Namen Fuentes nicht nennen dürfen. Also natürlich muss auch mit Originalnamen gearbeitet werden."

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