• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Google+
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
 
Seit 13:05 Uhr Informationen am Mittag
StartseiteSport AktuellTurin hat ein Nachspiel18.02.2014

DopingTurin hat ein Nachspiel

Bei den Winterspielen in Sotschi rücken zum Thema Doping die Spiele von Turin 2006 wieder in den Fokus. Die eingelagerten Proben von damals wurden jetzt erneut analysiert, dabei sind offenbar vier Proben positiv getestet worden.

Von Sebastian Krause

Leere Blutbeutel im Labor (Deutschlandradio - Hendrik Maaßen)
Einige Proben aus Turin wurden im Nachhinein mit neuen Methoden getestet. (Deutschlandradio - Hendrik Maaßen)

Acht Jahre nach den Olympischen Winterspielen in Turin droht im Nachhinein ein weiterer Doping-Skandal. Nach Informationen des Deutschlandfunks hat es bei der erneuten Analyse der Proben vier positive Tests gegeben.

Mindestens eine der Proben wird der damaligen Langlauf-Doppelolympiasiegerin Kristina Smigun-Vähi aus Estland zugerechnet. Unklar ist, ob auch die weiteren drei positiven Proben von ihr stammen, und sie damals also gleich mehrmals erwischt wurde, oder ob noch andere Athleten betroffen sind. Es soll sich aber auf jeden Fall um Tests in Ausdauerdisziplinen handeln.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hält sich bedeckt und will sich erst nach den Spielen in Sotschi zu den Ergebnissen äußern. Laut Informationen des Deutschlandfunks entdeckten die Doping-Fahnder in den Proben Abbauprodukte anaboler Steroide, die seit kurzem überhaupt erst nachweisbar sind. Die verbesserten Analysemethoden für einige anabole Steroide kamen im vergangenen Jahr erstmals zum Einsatz.

Tatsächlich wurden damit dann im Jahr 2013 Hunderte Doper überführt. Das IOC ordnete daraufhin 350 Nachtests der Turiner Proben an, die seit acht Jahren tiefgefroren im Kühlraum des Dopingkontroll-Labors in Lausanne lagern. Und hatte nun offenbar bei vier Dopingproben einen Fahndungserfolg.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk