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Dopingring um FuentesBlutbeutel dürfen nicht Sportlern zugeordnet werden

Eine Filmmitschnitt des spanischen Innenministeriums zeigt einen gekühlten Blutbeutel während der Razzia der "Operacion Puerto" (picture-alliance / dpa / dpawe)
Die Namen der Sportler, deren Blut beim spanischen Dopingarzt Fuentes gefunden wurde, dürfen doch nicht veröffentlicht werden. (picture-alliance / dpa / dpawe)

Ein Gericht in Madrid hat untersagt, die Namen der Sportler zu veröffentlichen, deren Blut beim spanischen Dopingarzt Fuentes gefunden wurde.

Den Sportlern, deren Vergehen längst verjährt sind, sollte erspart werden, "medial gesteinigt" zu werden, begründete das Gericht. Carles Castillejo, viermaliger spanischer Olympiateilnehmer auf 5.000 und 10.000 Metern und im Marathonlauf, reagierte schockiert: "Wir wollen Gerechtigkeit. Wir sollten doch die Namen wissen. Wir, die wir immer sauber waren, wollen auch wissen, wie wir bei Rennen ohne gedopte Sportler abgeschnitten hätten, ob wir mehr Medaillen hätten gewinnen können."

Vor elf Jahren hatte die spanische Polizei den Dopingring rund um den Gynäkologen Eufemiano Fuentes zerschlagen und dabei diverse Blut- und Plasmabeutel sichergestellt.