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Dreigestirn am Westhimmel

Von Hermann-Michael Hahn

So stehen Saturn, Mars und Spica in der frühen Abenddämmerung am Westhimmel (Stellarium)
So stehen Saturn, Mars und Spica in der frühen Abenddämmerung am Westhimmel (Stellarium)

An den kommenden Abenden brauchen Sie einen möglichsten freien Blick zum Westhorizont! Gegen Viertel vor neun versinkt die Sonne im Nordwesten. Rund eine Stunde später erscheinen die Stars des Abends ein Stück links vom Sonnenuntergangspunkt - und damit fast im Westen.

Gemeint sind die beiden Planeten Mars und Saturn, die oberhalb von Spica, dem Hauptstern der Jungfrau, aneinander vorbeiziehen.

Die Planeten ziehen bekanntlich unterschiedlich schnell durch die Sternbilder der Ekliptik. Saturn, der sonnenfernste unter den mit bloßem Auge sichtbaren Planeten, braucht fast dreißig Jahre, um alle Sternbilder einmal zu durchqueren. Mars dagegen schafft die gleiche Strecke in knapp zwei Jahren.

Er ist daher bei der Begegnung mit Saturn und Spica der aktive Partner: Heute Abend steht er rund zwei Grad rechts oberhalb von Spica, morgen läuft er genau zwischen Spica und Saturn hindurch. Übermorgen kommt er Saturn am nächsten.

Obwohl diese Begegnung in einem Abstand von rund sechzig Grad von der Sonne stattfindet, spielt sie sich für irdische Beobachter in mittleren nördlichen Breiten ganz tief über dem Horizont ab: In diesen Wochen verläuft die Ekliptik am Abendhimmel extrem flach zum Westhorizont.

Dadurch gehen Mars, Saturn und Spica, die etwa vier Stunden nach der Sonne die Südstellung passieren, bereits rund zwei Stunden nach ihr unter. Wer sicher sein will, die Begegnungen der drei Himmelskörper zu beobachten, sollte deshalb ein Fernglas zu Hilfe nehmen.

Das zeigt Mars, Saturn und Spica schon früher als das bloße Auge, wenn die drei noch etwas höher über dem Horizont stehen.

Mehr über die Planeten am Abendhimmel

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