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StartseiteKulturfragenDrohnenkriege und das Ende der konventionellen Konfliktlösung02.06.2013

Drohnenkriege und das Ende der konventionellen Konfliktlösung

Der Philosoph und Komplexitätsforscher Klaus Mainzer über die Zukunft des Krieges

Kampfdrohnen sind längst zum zentralen Bestandteil der Kriegsführung geworden. Ihr Einsatz bleibt unter Politikern, Völkerrechtlern und Ethikern hoch umstritten. Doch Drohnen sind nur ein Indiz für eine völlig neue computergesteuerte Militärtechnik, unterstreicht der Technikphilosoph Klaus Mainzer.

Das Gespräch führte Martin Gerner

Eine Predator-Drohne am Himmel über  Afghanistan (picture alliance / dpa / Kirsty Wigglesworth)
Eine Predator-Drohne am Himmel über Afghanistan (picture alliance / dpa / Kirsty Wigglesworth)

Kriege, in denen auf herkömmlichen Schlachtfeldern gekämpft und gestorben wird, gehören mehr und mehr der Vergangenheit an. Viele militärische Konflikte werden heutzutage digital ausgetragen. In den sogenannten asymmetrischen Kriegen kommen vor allem ferngesteuerte Drohnen zum Einsatz, mit denen Personen gezielt getötet werden sollen. Mit dem Einsatz von Drohnen stehen aber eine Reihe moralischer wie ethischer Grenzen zur Disposition, die unter Politikern, Völkerrechtlern und Ethikern gleichermaßen umstritten sind. Darüber hinaus wirken immer komplexere computer-gesteuerte Systeme zur Abwehr ausgemachter Feinde auch in unseren Alltag hinein. Der kulturelle Wandel, der damit einhergeht, ist in seinen Folgen bislang nicht erfasst.

Klaus Mainzer, Philosoph und Wissenschaftstheoretiker an der TU München, beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit komplexen Systemen, mit Chaos-Theorien und mit Formen der künstlichen Intelligenz aus einer philosophischen Perspektive. Mit ihm hat Martin Gerner über die Zukunft des Krieges und dessen moralische Folgen gesprochen.

Das vollständige Gespräch mit Klaus Mainzer können Sie mindestens bis zum 2. November 2013 in unserem Audio-on-Demand-Player hören.

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