Seit 03:05 Uhr Klaviermusik
 
  • Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
 
Seit 03:05 Uhr Klaviermusik
StartseiteVerbrauchertippVorsicht vor Zusatzkosten 24.04.2017

Drucker-KaufVorsicht vor Zusatzkosten

Bei der Wahl des Druckers spielt die Frage der Betriebskosten die entscheidende Rolle. Passable Drucker gibt es schon für 70 Euro zu kaufen, aber die wirklichen Kosten treten oft erst danach auf, zum Beispiel beim Kauf der Tintenpatronen oder Tonerkartuschen auf. Es kommt auf das eigene Nutzungsverhalten an, welcher Drucker dann der richtige ist.

Von Michael Voregger

Farbpatrone in einem Drucker (dpa/picture alliance/Heiko Wolfraum)
Kleinere Patronen verursachen höhere Kosten. (dpa/picture alliance/Heiko Wolfraum)
Mehr zum Thema

Farbdrucker im Test Teure Ersatzpatronen beim Kauf einkalkulieren

Der Kauf eines neuen Druckers ist keine einfache Entscheidung. Es werden verschiedene technische Lösungen angeboten und die Fähigkeiten der einzelnen Modelle sind sehr unterschiedlich. Preiswerte Geräte gibt es bereits für 40 Euro und einige davon können sogar scannen. Zunächst sollte man sich entscheiden welcher Technik man den Vorzug gibt. Rudolf Opitz ist Redakteur bei der Zeitschrift ct:

"Ein Laserdrucker druckt viel teurer als ein Tintendrucker. Das ist meistens nicht so drin und die meisten Leute denken, dass es umgekehrt der Fall ist. Wenn man nachrechnet – speziell wenn man Farblaser nimmt, dann drucken die unheimlich teuer."

Tinte in kleinen Mangen ist teurer

Laser sind dann besonders teuer, wenn farbige Seiten gedruckt werden. Wer hauptsächlich Texte druckt und Wert auf besonders genaue Ausdrucke legt, der ist mit einem Laserdrucker gut bedient. Buchstaben und Kanten sind auch unter dem Mikroskop noch sauber zu erkennen. Der Textdruck ist die besondere Stärke des Lasers. Wenn es um Grafiken und Fotos geht, dann ist ein Tintendrucker meist die bessere Wahl. Tintendrucker rastern viel genauer. In einem aktuellen Test der Stiftung Warentest haben verschiedene Drucker mit gut abgeschnitten – die Preise liegen hier zwischen 80 und 170 Euro. Fotos in Farbe sind im Ausdruck natürlich immer teurer, als der Druck von Texten. Daniel Dorra ist Grafiker und Inhaber einer Werbeagentur. Er hat für sein Büro einen hochwertigen Drucker mit Tintenstrahl-Technik gekauft.

"Der Tintenstrahldrucker bietet die Möglichkeit mit Originaltinten des Herstellers – die 100 Jahre Lichtechtheit garantieren – qualitativ sehr hochwertige Einzelausdrucke anzufertigen. Natürlich ist das sehr teuer pro Ausdrucksseite. Aber für Präsentation oder auch Schmuckausdrucke im Privatbereich ist das ideal. Weil auch verschiedene Druckmedien eingelegt werden können – also auch stärkere Papiere."

Bei den besonders günstigen Tintenstrahldruckern sind die Druckkosten oft höher. Sie verwenden kleine Patronen – die müssen oft nachgekauft werden und die Tinte ist in kleinen Mengen teurer. Rudolf Opitz:

"Die Geräte bekommen sie schon für 40, 50 Euro und dafür können sie ein solches Gerät nicht bauen. Die Hersteller subventionieren das quer über die hohen Druckkosten, also über die Tintenpatronen die sie verkaufen und hoffen damit ihr Geld zu machen."

Tanks statt Patronen

Um das zu umgehen, kann man auf die preiswerteren Patronen von alternativen Anbietern zurückgreifen. Bei neuen Druckern kann es aber dauern, bis die auf den Markt kommen. Außerdem sind die Patronen oft nicht so hochwertig und es kann zu Verschmutzungen des Druckkopfs kommen. Einige Hersteller verabschieden sich inzwischen davon, günstige Drucker mit teuren Patronen zu subventionieren.

"Da ist in erster Linie Epson zu nennen, die haben eine Baureihe, die nennt sich Ecotank. Das sind Drucker, die würden normalerweise 100 Euro kosten, die verkaufen die aber für 400 Euro. Die haben keine Patronen mehr, sondern fest eingebaute Tanks und ein Schlauchsystem. Zu diesem Drucker bekommen sie Tinte in Flaschen mitgeliefert – Originaltinte – für 11.000 Seiten."

Danach kann der Nutzer eine ganze Tintenflasche für zehn Euro kaufen. Diese Drucker haben dann Druckkosten für eine Standardseite von 0,7 Cent – günstiger geht es zurzeit nicht.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk