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Eco-Modus, Touchscreen und Anrufbeantworter

Schnurlostelefone im Vergleich bei Stiftung Warentest

Von Dieter Nürnberger

Ein Mädchen telefoniert mit einem schnurlosen Telefon.
Ein Mädchen telefoniert mit einem schnurlosen Telefon. (picture alliance / dpa/Patrick Pleul)

Der Festnetzanschluss ist trotz Handy und Smartphone noch beliebt. Stiftung Warentest hat Geräte mit Basisfunktionen bis hin zu Touchscreen-Modellen unter die Lupe genommen.

Das Festnetz und die dazugehörigen Endgeräte sind alles andere als eine verstaubte Technologie, so die Stiftung Warentest. Denn Neuentwicklungen gibt es auch hier - und vieles, was die Nutzer von Mobiltelefonen oder Smartphones gewohnt sind, setzt sich langsam auch bei den schnurlosen Telefonen für den Heimgebrauch durch, sagt Warentester Dirk Lorenz.

"Es haben Farbdisplays Einzug gehalten, und viele unterstützen jetzt auch die sogenannten Eco-Modi, dass sie nicht oder weniger senden, wenn man nicht telefoniert. Im Test haben wir auch einen Exoten: ein Schnurloses von "Gigaset", das schon wie ein "iPhone" aussieht. Also mit Touchscreen und keinen normalen Tasten mehr."

23 Schnurlose wurden untersucht. Die meisten sind für alle Anschlüsse geeignet, egal, ob analog oder über eine ISDN-Anlage betrieben. Einige Modelle funktionieren sogar direkt über einen Router. Das ermöglicht beispielsweise auch neue, vernetzte Funktionen, wie das Lesen von E-Mails, wenn der Computer ausgeschaltet ist, oder auch das Hören von Podcasts oder Internetradio über das schnurlose Telefon.

Zudem reduzieren immer mehr Telefone ihre Abstrahlung. Zwar sei es immer noch nicht klar, ob Funkstrahlen der Gesundheit schaden, so die Stiftung Warentest. Der Nutzer soll jedoch ihre Stärke durch erweiterte Einstellungsmöglichkeiten beeinflussen können.

"Dass beispielsweise während des Telefonierens weniger gesendet wird. Nur soviel, wie man braucht, um den Kontakt zu halten. Und: Wenn ich das Handteil auflege, dann senden viele Modelle gar nicht mehr. Letztendlich werden die Funksendeleistung und somit auch die Strahlung auf das Nötigste reduziert."

Allerdings lässt durch die Aktivierung der Eco-Modi die Reichweite des Telefons innerhalb der Wohnung nach. Hinzu kommt, dass bei einer deutlich reduzierten Sendeleistung die Mobilteile ständig nach ihrer Basisstation suchen. Das nagt an der Akkuleistung, die Mobilteile müssen öfter aufgeladen werden. Smartphones, so ergänzt Warentester Dirk Lorenz, senden und strahlen mit deutlich höherer Leistung als die Schnurlosen für zuhause.

In ihrer Kernfunktion, dem Telefonieren also, schnitten die Testmodelle allesamt gut oder befriedigend ab. Die Hauptunterschiede betreffen die Vielseitigkeit der Telefone und die Sprachqualität bei Spezialeinstellungen.

"Wenn ich beispielsweise freisprechen möchte, da kann es böse Rückkopplungen geben, knarzige Lautsprecher. Zudem unterscheiden sich die Geräte sehr in puncto Vielseitigkeit. Manche kann ich als Babyfon einsetzen oder über Nacht stumm schalten. Andere haben das halt nicht."

Die meisten der Schnurlosen gibt es auch in zwei Varianten. Ohne im Gerät integrierten Anrufbeantworter sind sie etwas günstiger. Die meisten Telefone in dieser Untersuchung erhielten eine gute Bewertung. Dirk Lorenz.

"Unser Testsieger hat knapp über 50 Euro gekostet, der Zweitplatzierte aber schon 150 Euro. Hier lege ich das Geld dann aber auch für ein schickes Touchscreen und diverse Sonderfunktionen an. Letztendlich: Für rund 50 Euro kriegt man ein gutes Telefon für Zuhause."

Vorn liegen das "Philips CD4961" für 58 und das "Gigaset SL 910A" für 153 Euro. Jenes Modell also, welches vom Design her einem Smartphone ähnelt. Die günstigsten gut bewerteten schnurlosen Telefone sind Modelle von "Panasonic" für knapp 30 oder 40 Euro, je nachdem, ob ein integrierter Anrufbeantworter gewünscht wird oder nicht.

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