Sternzeit / Archiv /

 

Eidgenössischer Weltraum

Von Dirk Lorenzen

 Buzz Aldrin installiert die Schweizer Sonnenfolie auf dem Mond
Buzz Aldrin installiert die Schweizer Sonnenfolie auf dem Mond (NASA)

Die erste Flagge, die die Mannschaft von Apollo elf auf dem Mond aufgestellt hat, war eine Schweizer - jedenfalls beinahe. Tatsächlich haben die Astronauten ein aus der Schweiz stammendes Sonnensegel ausgerollt, noch bevor sie die US-Flagge in den Mondstaub rammten.

Mit der speziellen Folie hat der Berner Physiker Johannes Geiss Teilchen des Sonnenwindes einfangen und zurück zur Erde bringen lassen. Dieses Experiment lieferte wichtige Erkenntnisse über die Vorgänge in unserer Sonne.

Es war das einzige Apollo-Experiment, das nicht aus den USA stammte – und zudem war kein anderes bei fastallen weiteren Mondmissionen dabei.

Mag die Eidgenossenschaft oft großen Wert auf Neutralität legen, so hat sie beim Weltraum doch klar Position bezogen. Die Schweiz gehört zu den Mitgliedern der Europäischen Weltraumagentur ESA und der Europäischen Astronomieorganisation ESO.

Die ESA-Sonde Rosetta, die in zwei Jahren den Kometen Tschurjumow-Gerasimenko erreicht, hat ein Schweizer Massenspektrometer an Bord, um die Kometengase zu untersuchen.

Auf Europas Sternwarte La Silla in Chile hat das Schweizer Leonard-Euler-Teleskop für sensationelle Entdeckungen ferner Planeten gesorgt – und das weltweit beste Instrument zur Planetensuche vom Boden aus, das am Drei-Komma-Sechs-Meter-Teleskop zum Einsatz kommt, stammt ebenfalls aus der Schweiz.

Die Astronomen sind vor allem dem Schweizer Astronauten Claude Nicollier dankbar. Er war an Wartungsmissionen zum Weltraumteleskop Hubble beteiligt und hat es mit dem Greifarm des Space Shuttle eingefangen – eine Aufgabe, die fast noch kniffliger ist, als einen Apfel von einem Kopf zu schießen.

ESA-Bericht über die erste "Flagge" auf dem Mond

Die Schweiz im Weltraum

Astronomische Vereine in der Schweiz

Die Schweizerische Astronomische Gesellschaft

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Sternzeit

AstronomieJohn Russell Hind, Victoria und Victoria

John Russel Hind (1823-1895)

In diesem Sommer ist der Kleinplanet mit der Nummer zwölf so gut zu beobachten wie seit elf Jahren nicht mehr. Victoria, so sein Name, steht etwas unterhalb der rechten unteren Ecke des markanten Pegasus-Vierecks.

AstronomieVoll eingeschlagen

Ranger-7-Aufnahme des Kraters Guericke aus einer Höhe von 1335 Kilometern

Der Druck auf die NASA-Verantwortlichen war hoch an diesem Tag. Sechsmal zuvor hatte man vergeblich versucht, eine unbemannte Raumsonde auf den Weg zum Mond zu bringen, um das ehrgeizige Apollo-Projekt technisch und wissenschaftlich vorzubereiten.

AstronomieDunkle Flecken auf der Milchstraße

Der Verlauf der Milchstraße am Himmel gegen Mitternacht

In diesen Nächten rund um Neumond bietet sich die gute Gelegenheit, nach der sommerlichen Milchstraße Ausschau zu halten. Das matte Lichterband ist heller als die meisten denken.

 

Wissen

hitchBOT-ProjektRoboter reist per Anhalter durch Kanada

Der um die Bitte um Mitnahme mit einem Auto ausgestreckte Daumen einer Anhalterin (Tramperin)

hitchBOT ist ein Kunstprojekt, so die Forscherin Frauke Zeller von der Ryerson University in Toronto. Zeller und ein Forscherteam haben den Roberter hitchBOT ausgesetzt. Er versucht derzeit, per Anhalter von der Ost- zur Westküste Kanadas zu reisen. Kann der Roboter dabei den Menschen vertrauen? Allein soziale Netzwerke dienen zur Dokumentation.