• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
 
Seit 08:50 Uhr Presseschau
StartseiteDas FeatureDer Alte Bob15.09.2017, 20:10 Uhr

Ein Bericht aus der Kunstszene Der Alte Bob

Beim Hackeschen Markt gibt es tatsächlich Wohnungen, die einer wie der alte Bob gerade noch bezahlen kann. Sein Budget kommt vom deutschen Staat: 1000 Euro im Monat dafür, dass Bob Rutman, der damals Robert hieß, mit acht Jahren Berlin verlassen musste.

Von Alexa Hennings

Ein Gemälde einer nackten Frau vor blauem Hintergrund von Bob Rutman (Deutschlandradio / Alexa Hennings)
Ein Gemälde des international bekannten deutsch-amerikanischen bildenden Künstlers, Musikers und Komponisten Robert „Bob“ Rutman (Deutschlandradio / Alexa Hennings)

Wer ihn nicht kennt, denkt: Penner. Doch der 86-Jährige ist eine Szenegröße, ihm einen auszugeben, eine Ehre.

Als Junge wollte Robert gern zur Hitlerjugend, die nahmen keine Juden. Das kapierte er nicht. Vor allem die Trommeln reizten ihn, der Rhythmus, der Krach, das Martialische. Seine Mutter floh mit ihm nach England. Nach dem Krieg: Amerika. Kunststudium, Galeriegründung, Scheitern. 1968 baute er das erste Steel Cello, eine Skulptur aus Stahl, die mit einem Bogen gespielt werden kann. Er tourt durch die Welt, landet 1989 wieder in Berlin. Und bleibt. Ein Instrument hat er schon lange nicht mehr verkauft, in den Galerien läuft es schlecht.

Ein Netz von Freunden trägt den alten Bob. Wie andere ins Büro gehen, schlurft er in die Klubs und lässt es richtig krachen.

Produktion: Dlf 2017

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk