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StartseiteVerbrauchertippMit staatlichen Zuschüssen beim Umbau sparen04.03.2016

EinbruchpräventionMit staatlichen Zuschüssen beim Umbau sparen

Sicherheitsriegel an der Tür, abschließbare Fenster, Alarmanlagen: Prävention ist der beste Schutz vor Einbrechern. Immerhin zwei Fünftel aller Einbruchversuche können so abgewehrt werden. Was viele nicht wissen:  Wer seine Wohnung sichern möchte, kann sich die Umbaumaßnahmen bezuschussen lassen und dabei richtig Geld sparen.

Von Brigitte Scholtes

Verschiedene Schlösser an einer Modelltür. (imago/teutopress)
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Absolute Sicherheit vor Einbrechern gibt es natürlich nicht. Aber man kann ihnen das Handwerk so schwer wie möglich machen – mit entsprechenden Sicherungseinrichtungen. Denn dadurch misslingen gut zwei Fünftel der Einbrüche. Die eigene Wohnung oder das eigene Haus abzusichern lohnt sich also.

Deshalb gibt es seit November Geld vom Staat für den Einbau von einbruchhemmenden Türen und Fenstern, Gittern oder Rollläden, aber auch Alarm- oder Gegensprechanlagen. Die staatliche Förderbank KfW hat ein entsprechendes Programm aufgelegt, und das kommt bei den Bürgern gut an:

"Wir haben am Tag um die 200 Anträge, die bei uns eingehen, also eine rege Nachfrage",

sagt Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW. Das Institut gibt einen Zuschuss in Höhe von zehn Prozent, erklärt Manuela Mohr, Referentin Vertrieb der KfW:

"Wir zahlen Zuschüsse erst ab 200 Euro aus, das heißt das muss also eine Mindestinvestition von 2.000 Euro gegeben sein."

Mehr als 1.500 Euro Zuschuss gibt es aber nicht. Allerdings kann man die Maßnahmen zum Einbruchschutz kombinieren mit anderen Programmen der KfW, etwa indem man sein Haus altersgerecht umbaut.

Bei einer solchen Kombination steigt dann der Zuschuss sogar auf 12,5 Prozent der investierten Summe, maximal jedoch auf 6.250 Euro. Auch eine Kombination mit öffentlichen Zuschüssen und Zulagen Dritter ist möglich.

Zuschuss rechtzeitig beantragen

Wichtig ist, den Antrag rechtzeitig vor Baubeginn zu stellen, Heimwerker werden jedoch nicht unterstützt, erklärt Manuela Mohr:

"Der Einbau dieser Maßnahmen muss durch ein Fachunternehmen erfolgen, das heißt, Sie können natürlich, wenn man die einzelnen Anlagen oder wenn man Elemente, Bauelemente, wenn man die günstiger bekommt im Fachhandel, dann kann man das durchaus machen.

Aber der Einbau muss eben durch ein Fachunternehmen erfolgen und das muss im Nachhinein auch dann bestätigt werden, nach Abschluss der Maßnahmen eben von diesem Fachunternehmen, was es verbaut hat."

Kredite für Einbruchsicherung

Von April an vergibt die KfW für den Einbau von Einbruchschutzmaßnahmen auch Kredite, die genauen Konditionen liegen da zwar noch nicht fest, aber damit dürften dann noch mehr interessierte Bürger angesprochen sein. Zuschuss oder Kredit – was da sinnvoll ist, müsse jeder für sich durchrechnen, erklärt Manuela Mohr:

"Wenn man die Maßnahmen mit Eigenmitteln bestreiten kann, dann lohnt sich natürlich ein Zuschuss. Das ist eine einmalige Auszahlung der KfW, muss nicht zurückgezahlt werden. Ansonsten muss man einfach schauen, ob man dann die Gegenfinanzierung, also das was übrig bleibt zwischen Zuschuss und der Gesamtinvestition, so günstig finanzieren kann über die eigene Bank, dass sich der Zuschuss - je nachdem wie die Laufzeit gewählt ist - dann eben auch rechnet."

Einen Zuschuss können allerdings nur die Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern beantragen oder Wohnungseigentümergemeinschaften aus Privatpersonen. Auch Mieter können gefördert werden, sofern der Vermieter den Umbaumaßnahmen zugestimmt hat.

Kredite will die KfW von April an aber auch an gewerbliche Wohnungsgesellschaften mit großen Wohneinheiten vergeben.

 

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