Das Feature / Archiv /

 

Eine trinkende Frau ist wie ein Tier, das säuft

Über Frauen und Alkohol

Von Gabriele Schmelz

Alkohol und Frauen sind das Thema des Features (AP)
Alkohol und Frauen sind das Thema des Features (AP)

Eine betrunkene Frau ist widerwärtig, abstoßend und stört erheblich das ästhetische Empfinden. Eine Frau, so ist noch immer zu hören, sollte lieber die Finger vom Alkohol lassen, denn sie verträgt nichts. Frauen trinken eher heimlich und schweigend. Ein Feature über Frauen und Alkohol.

Eine betrunkene Frau ist widerwärtig und abstoßend. Eine Frau, so ist noch immer zu hören, sollte lieber die Finger vom Alkohol lassen, denn sie verträgt nichts und versteht nichts vom Trinken. Nichttrinkende sagen das von den Frauen – und auch die Trinker.

Zieht eine Frau mit ihnen um die Häuser, wird sie zum Saufkumpan, solange sie nicht zusammenbricht oder ausbricht in Weinen. Denn das Weinen der betrunkenen Frau zeigt an, dass sie dabei ist durchzudrehen.

Das Weinen des betrunkenen Mannes bedeutet, dass er nun den ganzen Jammer der Welt trägt, oder seine Kräfte vorübergehend erschöpft sind. Eine betrunkene Frau stört erheblich das ästhetische Empfinden und die Moral, sie ist eine Schlampe. Der betrunkene Mann hat über die Stränge geschlagen oder ist vom Schicksal gebeutelt.

Mit anderen Worten: Das Trinken ist Sache des Mannes, der sich auch freimütig dazu äußert. Frauen trinken eher heimlich und schweigend, denn das Trinken der Frauen ist oft noch ein Tabu für die anderen, aber auch für sie selbst.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Das Feature

Mittelamerikanischer ExodusWenn Kinder nur noch weg wollen

Josue aus Honduras sitzt an der Bahnstrecke in Huehuetoca in Mexico Der 21-Jährige findet in seiner Heimat keinen Job und versucht in die USA zu kommen. (imago / epd)

Sie kommen aus Guatemala, El Salvador und Honduras. Sie sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und durchqueren alleine Mexiko. Eine mörderische Route, die sie nur mit viel Glück unversehrt hinter sich bringen können, ohne dabei in die Hände von Drogenkartellen, Entführern, Menschenhändlern oder auch der Migrationspolizei zu gelangen.

Auf dem Weg nach ÇankiriDer Komponist und der Völkermord

Gedenken an die armenischen Opfer vom 24. April 1915 in Istanbul. (imago / Xinhua)

Am 24. April 1915 werden in Konstantinopel mehr als 220 Armenier festgenommen und in den folgenden Tagen ins Landesinnere nach Çankiri deportiert. Der Vorwurf lautet: Hochverrat. Zu den prominenten Gefangenen gehört einer der berühmtesten armenischen Künstler: der Komponist und Priester Komitas Vardapet.

100. Geburtstag Lady Day - Das Leben der Billie Holiday

Die Sängerin Billie Holiday (imago / United Archives International)

Billie Holiday ist die Stimme des Jazz und vielleicht auch die Stimme des 20. Jahrhunderts. Ihr Leben war so intensiv wie ihre Musik, eine außergewöhnlich talentierte Frau, die ein Leben auf dem Drahtseil führte, stets vom Unrecht der Rassentrennung, von falschen Freunden und den Auswirkungen ihrer Drogensucht bedroht. 1