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Einsteins Wunderjahr 1905

Albert Einstein, aufgenommen in Princeton im Jahre 1939 von dem deutschen Exilfotografen Eric Schaal
Albert Einstein, aufgenommen in Princeton im Jahre 1939 von dem deutschen Exilfotografen Eric Schaal (AP Archiv/Eric Schaal)

<strong>Mit seinen bahnbrechenden wissenschaftlichen Arbeiten bringt der Angestellte 3. Klasse am Berner Patentamt das physikalische Weltbild ins Wanken.</strong>

<p><em>Zur Strafe für meine Autoritätsverachtung hat mich das Schicksal selbst zu einer Autorität gemacht.</em><br /><br />Das Jahr 1905 ist Albert Einsteins Wunderjahr, sein annus mirabilis. Obwohl der 26-jährige Patentprüfer aus Bern zuvor schon mehrere wissenschaftliche Arbeiten im angesehenen Fachmagazin "Annalen der Physik" veröffentlicht hat, ist er bis dahin in der Wissenschaftler-Gemeinde noch weitgehend unbekannt. 1905 ändert sich das schlagartig. In rascher Folge publiziert Einstein fünf Arbeiten zu grundlegenden Problemen der Physik. Drei davon sind so revolutionär, dass sie als Meilensteine in die Geschichte der Naturwissenschaft eingehen.<br /><br /><li> 30. April 1905: Einstein legt an der Universität Zürich seine Doktorarbeit mit dem Titel "Eine neue Bestimmung der Moleküldimensionen" vor.<br /><li> 9. Juni 1905: Einsteins Artikel "Über einen die Erzeugung und Umwandlung des Lichtes betreffenden heuristischen Standpunkt" wird in den 'Annalen der Physik' veröffentlicht. Einstein erklärt den photoelektrischen Effekt mit der Annahme, dass elektromagnetische Wellen wie Licht auch als Strom winziger Partikel - so genannten Photonen - beschrieben werden können. Dieser Dualismus zwischen Welle und Teilchen bildet die Grundlage der Quantentheorie. Für seinen Beitrag zu ihrer Entwicklung bekommt Albert Einstein 1922 den Physik-Nobelpreis.<br /><li> 30. Juni 1905: "Zur Elektrodynamik bewegter Körper" ist der Titel eines Artikels, den Einstein bei den 'Annalen der Physik' einreicht. Darin begründet Einstein die Spezielle Relativitätstheorie, die das Verständnis der Begriffe Raum und Zeit revolutioniert.<br /><li> 18. Juli 1905: Die Arbeit "Über die von der molekularkinetischen Theorie der Wärme geforderte Bewegung von in ruhenden Flüssigkeiten suspendierten Teilchen" erscheint in den 'Annalen der Physik'. Darin liefert Einstein eine mathematische Beschreibung der Brown'schen Molekularbewegung.<br /><li> 27. September 1905: Als Nachtrag zur Speziellen Relativitätstheorie reicht Einstein den Artikel "Ist die Trägheit eines Körpers von seinem Energieinhalt abhängig?" zur Veröffentlichung ein. Er enthält die berühmteste Formel der Welt, E=mc2, wonach Masse und Energie eines Körpers zwei Seiten einer Medaille sind und sich ineinander umwandeln lassen.<br /><br />Links zum Thema<br /><br /><li> <papaya:link href="http://www.weltderphysik.de/forschung/highlights/weltjahrderphysik/wunderjahr/" text="Welt der Physik: Albert Einsteins Wunderjahr 1905" title="Welt der Physik: Albert Einsteins Wunderjahr 1905" target="_blank" /></p>


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