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El Salvador Erzbischof Romero seliggesprochen

Verehrer des ermordeten Erzbischofs Romero tragen ein Porträt von ihm durch die Straßen. (Oscar Rivera, dpa picture-alliance)
Romero war ein schonungsloser Kritiker von sozialer Ungerechtigkeit und Bandenkriminalität in seinem Land (Oscar Rivera, dpa picture-alliance)

Der vor 35 Jahren ermordete Erzbischof Óscar Romero ist seliggesprochen worden. Zu der Zeremonie versammelten sich in San Salvador mehr als 250.000 Menschen. Anfang Februar hatte Papst Franziskus Romero als Märtyrer anerkannt und damit den Weg für eine Seligsprechung freigemacht.

35 Jahre nach seiner Ermordung ist Erzbischof Oscar Romero in El Salvador seliggesprochen worden. Zu der Zeremonie versammelten sich in der Hauptstadt San Salvador mehr als 250.000 Menschen.

Papst Franziskus hat Erzbischof Oscar Romero als einen der "besten Söhne der Kirche" gewürdigt. In einem vom Vatikan veröffentlichten Brief des Papstes an den Erzbischof von San Salvador heißt es: "In schwierigen Zeiten des Zusammenlebens hat es Monsignore Romero vermocht, seine Herde zu führen, zu verteidigen und zu schützen, treu im Glauben und in Gemeinschaft mit der Kirche." Romero stehe beispielhaft dafür, die Gewalt des Schwertes und des Hasses durch die Gewalt der Liebe zu überwinden, so der Papst weiter.

Romero war am 24. März 1980 während eines Gottesdienstes von Unbekannten erschossen worden. Durch seinen Einsatz für die Rechte der Armen hatte der Erzbischof den Hass reaktionärer Kreise auf sich gezogen. Als Auftraggeber des Mordes stehen Militärs im Verdacht; die Hintergründe der Tat wurden nie ganz aufgeklärt. Anfang Februar hatte Papst Franziskus Romero als Märtyrer anerkannt und damit den Weg für eine Seligsprechung freigemacht.

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