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ErdatmosphäreMesswerte eines FCKW-Gases sinken langsamer als erwartet

Vereinigte Staaten und Mexiko vom Weltraum PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xIanxCumingx (Imago | Ikon Images)
Warum gehen die Messwerte für Trichlorflourmethan in der Atmosphäre langsamer zurück als vorhergesagt? (Imago | Ikon Images)

Seit etwa 2012 gehen die Messwerte für Trichlorfluormethan langsamer zurück als vorhergesagt.

Das berichten Atmosphärenchemiker aus den USA im Fachjournal Nature. Das Gas gehört zu den Flourchlorkohlenwasserstoffen, die die Ozonschicht schädigen. Weshalb ihre Produktion Mitte der 1980er Jahre international stark eingeschränkt und 2010 ganz verboten wurde.

Die jetzt beobachtete Entwicklung der Messwerte könnte daran liegen, dass irgendwo auf der Welt wieder große Mengen des Fluorchlorkohlenwasserstoffes freigesetzt werden, schlussfolgern die Wissenschaftler. Eine andere Erklärung für die Auffälligkeiten halten sie für ausgeschlossen. In der Sendung "Umwelt und Verbraucher" sagte auch der Umweltphysiker Justus Notholt (Audio-Link), es deute alles auf eine zusätzliche Quelle hin, die dieses Gas produziere.

Weil die Messwerte für Trichlorfluormethan auf der nördlichen Erdhalbkugel deutlich höher waren als auf Südhalbkugel, vermuten die Forscher, dass die Quelle der Emissionen in Ostasien liegt. Eine ähnliche Entwicklung konnten die Forscher außerdem für zwei weitere FCKW-Gase beobachten. Chlordifluormethan und Dichlormethan, die vermutlich aus der gleichen Quelle stammen.

Diese Nachricht wurde am 17.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.