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Erinnerungen eines unbekannten Exilanten

Buch der Woche: "Erzählung eines Lebens" von Franz Blei

Von Alain Claude Sulzer

Franz Blei starb 1942 in New York
Franz Blei starb 1942 in New York (AP Archiv)

Wer war Franz Blei? Viel Zeit, viel europäische Geschichte ist seit seinem Tod im Exil vergangen; sein Name ist uns kaum noch geläufig. Aber die Frage, wer er gewesen sei, lässt sich wohl nicht alleine deshalb nur schwer beantworten; und selbst dann noch nur mit Einschränkungen beantworten, wenn man die gut 500 Seiten jenes aus seiner Feder stammenden mäandernden, disharmonischen, aufgerissenen Textes gelesen hat, der - nicht zuletzt dank der Herausgeberin Pia Maria Jauch dem Staub der Bibliotheken entrissen - fünfundsiebzig Jahre nach seinem ersten Erscheinen endlich wieder greifbar ist.

Diese Memoiren erinnern nur von ferne - höchstens bis zur Hälfte - an das, was wir uns unter einer herkömmlichen Autobiographie vorstellen, zu ungleichmäßig - mit Absicht asymmetrisch - ist das Ganze. Denn es will nichts Festgefügtes sein, nicht mehr als viele Teile von allem Möglichen und gewiss auch vom Unmöglichen: Zuallererst ein Zeitbild; zugleich ein Menschenbild; ein Erziehungs- und Entwicklungsroman; eine Literaturgeschichte, zum größeren Teil in Form breit angelegter Porträts, die das rein Biographische jedoch nur streifen, dafür die Werke jener durchdringen, um die es Blei zu tun ist; und auch eine Bilanz ist diese Lebenserzählung, in der es - zumindest scheinbar - keine Verluste auf Seiten des Verfassers gab.

Franz Blei wurde 1871 in Österreich in wohlhabende Verhältnisse geboren; verarmt starb er als Emigrant 1942 in Westbury, New York, an Hungerödemen und Herzschwäche. Von den Nazis wurde er - der es nicht war - für einen Juden gehalten; seine Bücher hatte man schon 1933 unverzüglich aus deutschen Bibliotheken ausgesondert. Die ihm angetragene Aufnahme in die Reichsschrifttumskammer ein Jahr später lehnte er ab. Der Mann, der entscheidend dazu beigetragen hatte, dass die französische Literatur des 18. Jahrhunderts - und deren schillerndes Umfeld - für Deutschland wieder entdeckt wurde, galt als erotoman und dekadent, im besten Fall als überflüssig, im schlimmsten als gefährlich und volkszersetzend.

Franz Blei erblickte das Licht einer sehr viel heitereren Welt in Wien, wo er als Sohn einer resoluten Mutter und eines aus Schlesien stammenden Vaters geboren wurde, der zeitlebens ein Analphabet blieb, der sich "nicht zu mehr herbei" ließ,

" als dass er ein Gekrixel malen lernte, das er für einen geschriebenen Vor- und Nachnamen hielt und als Unterschrift setzte, wenn das durchaus nötig war. (...) Ohne die Mutter wäre der Vater wohl nicht zurechtgekommen in seinen Geschäften. Als ein ganz kleiner Schuster, als der er in Wien nach seiner Gesellenzeit und jung verheiratet anfing, hätte er das Zeug nicht gebraucht. Auch dann nicht, als er fasziniert von der Tätigkeit der Maurer und Zimmerleute, sich nach Feierabend auf den Bau schlich und sich neugierig das Eingeweide der Häuser, die da wurden, ansah und dies und das abzeichnete zum besseren Merken. "

Dieser vom Sohn als empfindsam empfundene Mann, der nicht trank, nicht rauchte und nicht spielte, hatte sich mit einer Frau zusammengetan, die - anders als er - schreiben, lesen und rechnen konnte. Bleis Vater Karl war aber nicht darum bemüht, seine fehlende Schulbildung zu verbergen; er schämte sich seiner Unkenntnis keineswegs.
Und sie erwies sich ja als kein Hindernis auf seinem Weg von der Armut des kleinen Handwerkers zum beträchtlichen Wohlstand, den sich als Baumeister und Besitzer zahlloser Häuser erwarb. Im Gegenteil, so will es dem Sohn nachträglich scheinen:

" Ich glaube, es wäre für die Menschheit ein sehr großer Gewinn, wenn sie einige Generationen hindurch weder lesen, noch schreiben noch rechnen lernte. Die Gehirne würden sich prachtvoll ausruhen. (...) Und die Körper würden regenerieren aus dieser gesäuberten geist-seelischen Substanz heraus. "

Franz Blei hatte das, was man eine unbeschwerte Kindheit nennt, und er hat im Kapitel Haus und Garten sehr persönliche Worte für diese kurze Idylle gefunden. Die Welt, in die er kam, war vornehmlich ein riesiger Garten, bestückt mit Treibhäusern und Tieren, eine Landschaft, deren Erinnerung ihn noch Jahrzehnte später nährte. Auf nicht mehr als acht Seiten riegelt er diesen glücklichsten Teil seiner Kindheit hermetisch von der Außen- und Nachwelt ab: durch eine Sprache, die an Dichte ihresgleichen sucht.

" Es gab Gerüche im Garten, die nur bestimmten Stellen eigentümlich waren und nicht bestimmbar aus einer Ursache - nach der man jedenfalls nicht weiter forschte, um das Wesentliche nicht zu verscheuchen. Da mochte es gärende schwarze Erde sein. Dort abbröckelnder Kalk von einer gelben Mauer. Jenes roch feuchtlich und kühl, dieses trocken und warm. Unter einer wie ein breiter Schirm weithin ausgespannten seltsam gestutzten Esche roch es immer, als ob es gleich regnen müsse. (...) Da war ganz unten im Garten, wo er schon Wildnis wurde, ein altes Lusthaus, wie man die Gartenhäuschen nannte.

Darin roch es ein bisschen nach altem Leder und nach 'weiter Welt'. (...) Dann wieder gab es Gerüche, die nur bestimmten Tageszeiten eigen waren.

Brannte mittags die Sonne, duftete der Buxbaum, der die Beete einsäumte, stärker als alles andere. Gegen Abend wieder war es die Vanille, die sich besonders verströmte, nicht so gutmütig ernsthaft wie der Bux, eher wie hinter einem Fächer lächelnd und ein bisschen perfide. Lag noch der Morgentau, dann triumphierte der Duft der Resede, in den man die Wange legte wie in ein zartes Kissen. "


Doch mit dem Eintritt ins Gymnasium der Benedektinerabtei Melk, aus der er nach vier Jahren wegen unerlaubter chemischer Experimente hinausgeworfen wurde, war es mit der Unbeschwertheit in dieser kitschfreien Idylle vorbei, zumal auch der Schulstoff gerade so behandelt wurde, als ob etwa die alten Autoren nur deshalb geschrieben hätten,

" damit spätere Buben an ihren Schriftwerken Latein und Griechisch lernten. Zu keinem anderen Ziel, als etwas später einmal ebensolche Unterrichtsbeamte zu werden für eine neue Generation Buben.

(...) Das war (...) auch bei den deutschen Autoren nicht anders, deren schulmäßiges Traktement einen Begriff des 'Klassikers' suggerierte, gebildet aus Wohlanständigkeit und Idealen und einer dicken Isolierschicht Staub darüber. "

Das war nicht dazu angetan, einem jungen Menschen eine Literatur nahe zu bringen, die von den beamteten Lehrern, diesen "einfältigen Quälgeistern", "ohne jedes persönliche Interesse" abgehaspelt wurde; dass man deshalb den Lessing oder Goethe beiseite legte zugunsten "Shakespeares, den man in der Schule gar nicht las", lag sozusagen auf der Hand und war gewiss kein Schaden.

" Oder den Jean Paul, von dem ein Buch gelesen zu haben genügte, dass man alle seine Bücher verschlang. (...) Wie aufregend die Entdeckung einer Volksbibliothek am Anfang der Nußdorfer Straße, wo man Bücher ausleihen konnte und nach Hause nehmen, für nichts! Jeden zweiten Tag brachte ich zurück und holte Neues, und jedes Mal schaute mich der Mann hinterm Pult, der das in sein Buch eintrug, über seine auf die Nasenspitze plazierte Brille an mit Augen größter Bestürzung, und bei jedem Bücherwechsel hatte ich Angst, der Mann würde mir erklären, nun sei Schluss damit, denn ein so intensiver Bücherverbrauch sei unzulässig.

Ich habe da wohl sämtliche zweitausend Bücher im Lauf zweier Jahre gelesen. "

In dem "ungeheuren Schwemmsand seiner Lektüre", wie er das nannte, fand er bei allem Durcheinander, das er wie ein Süchtiger verschlang, immer wieder jenes Gold, nach dem er auch später als literarischer Entdecker suchen und das er zeitlebens tatsächlich immer wieder finden sollte. Denn wenn uns der Name Franz Blei auch nicht mehr geläufig ist, so verhält es sich doch, um hiermit zeitlich weit vorzugreifen, ganz anders mit den Namen jener, die er entdeckte oder förderte oder entdeckte und dann förderte: seien es die beiden Roberts:

Robert Walser und Robert Musil; sei es Rudolf Borchardt, Albert Paris Gütersloh oder Carl Sternheim, der, wie er schrieb, als Erzähler umso vielsagender tat, je weniger er zu sagen hatte.

Doch bis dahin war noch ein weiter Weg zurückzulegen. Nachdem er 1888 die Matura absolviert hatte, besuchte er Vorlesungen; unter anderen bei Anton Bruckner, dessen Charakterisierung einer jener beiläufigen Gipfelpunkte ist, wie es deren in diesem Buch so viele gibt. Anton Bruckner, der

" über Kontrapunkt sprach oder zu sprechen meinte, denn er verlor sich immer am Klavier. Diese Dozentur war so eine Art ehrender Anerkennung des Komponisten, die nichts kostete, und der sich schwer damit tat, denn er war kein Lehrer. Er quälte sich damit, was wir merkten, und so gab es oft statt der Vorlesung eher eine Unterhaltung zu viert. Oder einer las etwas vor, was er über eine Komposition des Malers geschrieben hatte. So einmal einer ein lyrisch schwärmendes Elaborat über das Adagio der Romantischen. Bruckner hörte, was da von herabsteigenden Engeln und auftuenden Himmeln gelesen wurde, mit großer Aufmerksamkeit und etwas angestrengt an. Er hatte vor allen Dingen, die er nicht verstand, höchsten Respekt und war unwissend wie ein Kind. Er äußerte große Bewunderung für das Gehörte und schien sehr geschmeichelt, dass man ihm solche sublimen Vorstellungen bei der Konzeption seiner Musik zutraue. Aber seine Ehrlichkeit drückte ihm das Geständnis ab, dass er bei der Komposition dieses Adagio an nichts derlei wie Engel und Himmel gedacht habe - 'sehr schön haben S' das g'sagt' - sondern dass ihn dabei das Bild begleitet habe, Wiener Volk hätte so am Sonntag einen Ausflug ins Krapfenwaldl gemacht und sei nun dabei, sich auf dem Rasen niederzulassen und mitgebrachtes Gebackenes auszupacken. "

Diese ausführliche - betont spröde - Beschreibung mag anschaulich hörbar machen, wie und warum und wie einfühlsam, ja geradezu sinnlich konkret sich Blei für Menschen interessierte - und wie er (nicht nur in seinen Erinnerungen) für dieses Interesse Worte fand.

Kennzeichnend ist jener Satz, der diese Passage wie ein Erkennungszeichen schließt, das später in variierter Form immer wiederkehrt:

" Mir ist erinnerlich, dass mir die Irrelevanz der einen wie der anderen Vorstellungsreihe für die Musik deutlich wurde an diesem drastischen Doppelbeispiel. "

Auf Wien folgte Zürich, wo Blei die bereits in Österreich aufgenommenen Kontakte zu sozialistischen Kreisen fortsetzte, die ihn - da war der väterliche Einfluss unverkennbar - früh davor bewahrten, sein Leben, wie er schreibt, auf "Berechnung, Nutzen und besinnungslose Geschäftigkeit" zu stellen; war er in Wien durch den Sozialistenführer Viktor Adler in die einschlägigen Kreise eingeführt worden, führte ihn in Zürich unter anderen Lenin aus diesen wieder hinaus. Der Umgang mit dem Revolutionär, der so wenig von den Menschen hielt, "dass er sich", wie Blei schreibt, "nur vom Zwange der Diktatur das definitive Glück versprach", hatte eine ausnehmend abschreckende Wirkung. Auf Zürich - für das Blei, bei aller Sympathie, unvergleichlich ätzende Worte fand -, folgte Genf, dann Bern, wo er 1897 zum Oekonom promoviert wurde; eine Wissenschaft, von der er sich unverzüglichen nach dem akademischen Abschluß mit dem Verkauf seiner gesamten Fachbibliothek auf Nimmerwiedersehen verabschiedete. Er kehrte nach Zürich zurück, heiratete die schöne Schwarzwälder Zahnarztstudentin Maria Lehrmann (mit der er nicht lange glücklich war) und gab im selben Jahr Novalis' Gedichte bei Reclam heraus. 1898 bis 1899 reiste er durch die USA, wo seine Frau in Philadelphia ihren Doctor of Dental Surgery erwarb.

Wenig schreibt Franz Blei darüber, wie und wodurch er sich einen Namen machte. Immerhin erfahren wir, dass er mit Otto Julius Birnbaum die Zeitschrift "Die Insel" herausgab, deren Name - nebenbei bemerkt - nicht etwa (wie man meinen könnte) metaphorisch gemeint war; er leitete sich ganz schlicht von ihrem Gründungsort - dem Inselhotel in Konstanz - her.

Im dritten Heft der "Insel" publizierte Blei einen Aufsatz, in dem er den "dichterisch so merkwürdigen und originalen" E.T.A. Hoffmann, "von seinem dummen Ruf zu befreien" versuchte, "nichts als ein Schauergeschichterzähler zu sein". Ein Unterfangen, dem, wie wir wissen, dauerhafter Erfolg beschieden war. Später - inzwischen lebte Blei in München - war er Redakteur beim Simplicissimus, Mitarbeiter bei den "Scharfrichtern", Freund Wedekinds und Hofmannsthals; die Liste seiner Mitstreiter ließe sich - niemals beliebig, denn in seinem Urteil war er unbestechlich - um viele weiterführen.

Doch in seiner Lebenserzählung finden seine zahlreichen literarischen Tätigkeiten - außer im Fall der Inselmitarbeit - kaum mehr als flüchtige Erwähnung. Wichtiger war Franz Blei offenkundig die Beschreibung jener, mit denen er zusammenarbeitete und die Erinnerung an jene, die er verehrte (und hier vor allem Hugo von Hofmannsthal und Rudolf Borchardt), deren Schaffen in ihm einen profunden Kenner hatten; seine teilweise umfangreichen Ausführungen, in denen das Anekdotische auf ein manchmal vielleicht bedauerliches Minimum beschränkt bleibt, geben einen erschöpfenden Einblick in das, wofür Blei sich einsetzte; dass er seinen Beitrag zur Anerkennung und Verbreitung dieser Autoren nicht in den Vordergrund schob, verstand sich bei diesem so ungewöhnlich bescheidenen, dabei mit seiner Bescheidenheit nie kokettierenden Mann von selbst.

So nehmen seine Lebenserinnerungen etwa ab der Hälfte mehr und mehr Distanz zu den Ereignissen, die ihn unmittelbar umgaben, die ihn persönlich betrafen und trafen; nicht dass er sie unterschlüge; sie waren ihm entweder zu unbedeutend oder vielleicht zu persönlich, um fremde Leser damit zu behelligen. Erst zum Schluss, auf bewegenden vier Seiten, kommt er noch einmal ganz unerwartet und unverstellt, auf sich zu sprechen, auf sich allein, im Angesicht des Todes, der ihn in Wahrheit erst 1942, also zwölf Jahre nach der Veröffentlichung dieses Buchs, ereilte, und zwar ganz anders, als er ihn sich einst als sokratisch inspirierten Selbstmord im Kreise seiner Freunde vorgestellt hatte:

" Klappt also der Leser dieses Buch zu, so geschieht es mit einem Geräusch, als ob er die Türe eines Hauses zufallen ließe, in das je künftig den Fuß zu setzen kein Anlaß, denn der es bewohnte hat es, les pieds devant, für immer verlassen.

(...) Er ordnete, was ihm als pater familias oblag. Legte die nötigen Schriftstücke (...) in einen Umschlag. Dabei fiel ihm der gute Brauch ein, dass der Sterbende ein letzten Wort sagt, das die Hinterbliebenen eine Zeitlang gerührt zu zitieren pflegen, wenn sie Besuch bekommen. Nun würde aber niemand an seinem Lager stehn, dieses Wort zu hören, also schrieb er es auf einen Zettel und legte diesen zu den übrigen Papieren, und auf dem Zettel stand: 'Ich nehme alles zurück'. "

Es ist bezeichnend, dass er nicht ausspricht, was er zurückzunehmen gedenkt.

" Er schrieb das mit einem Ernste hin, der ihn selbst überraschte, und hatte so etwas wie ein feierliches Gefühl und einen Ton im Ohr, wie wenn nach langem tiefen Läuten die Glocken schweigen und man die plötzlich einsetzende Stille zu hören meint.

(...) Dann legte sich das steinerne Schweigen der Jahrhunderte über das, was in eine Haut versammelt Franz Blei geheißen hatte. "

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