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StartseiteDas FeatureVon der DNA zum Verdächtigen20.02.2018

Ermittler hoffen auf die erweiterte DNA-AnalyseVon der DNA zum Verdächtigen

Wenn die Polizei an einem Tatort DNA-Spuren findet, darf sie in Deutschland damit genau zwei Dinge tun: Sie darf das Geschlecht bestimmen und sie darf prüfen, ob die DNA schon im Zusammenhang mit anderen Straftaten aufgetaucht ist. Das ist alles. Technisch möglich ist inzwischen mehr.

Von Vera Pache

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DNA-Strang (imago/stock&people/Science Photo Library)
DNA-Strang (imago/stock&people/Science Photo Library)

Denn natürlich bestimmt die DNA wesentlich unser Aussehen: Augenfarbe, Haarfarbe, Haupttyp. Sogar das Alter lässt sich ablesen. Und sie lässt Rückschlüsse auf unsere geografische Herkunft und unsere Verwandtschaftsverhältnisse zu.

Wissenschaftler arbeiten an Methoden, diese Informationen immer genauer aus der DNA herauszulesen. Und Forensiker würden sie gerne in der Verbrechensbekämpfung einsetzen dürfen. Kritiker sagen: Mit diesen Methoden wird die Diskriminierung von Minderheiten vorangetrieben und der Datenschutz Unschuldiger verletzt.

Während in Deutschland noch über diese Techniken gestritten wird, werden sie in anderen Ländern bereits eingesetzt. In den Niederlanden wurde mithilfe der erweiterten DNA-Analyse nach 13 Jahren der Mord an einer 16-Jährigen aufgeklärt.

Produktion: Dlf 2018

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