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EU-AußengrenzenSeehofer und Kurz für mehr Schutz

13.06.2018, Berlin: Horst Seehofer (CSU), Bundesminister für Inneres, Heimat und Bau, steht neben Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (l) bei einer Presskonferenz nach einem Gespräch im Bundesinnenministerium. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (dpa / Michael Kappeler)
Innenminister Seehofer und Österreichs Kanzler Kurz bekräftigen den Willen zur Zusammenarbeit. (dpa / Michael Kappeler)

Bundesinnenminister Seehofer hat Österreich Unterstützung bei seinen Plänen zugesichert, die EU-Außengrenzen besser zu schützen.

Das teilte Seehofer nach einem Treffen mit dem österreichischen Bundeskanzler Kurz mit. Sollte die Sicherung der Außengrenzen gelingen, könnte der Schutz der Binnengrenzen überflüssig werden, so der CSU-Politiker. Kurz erklärte, er setze auf eine regionale Zusammenarbeit zwischen Rom, Wien und Berlin, weil viele Flüchtlinge von Italien nach Deutschland wollten. Bei der Sicherung der EU-Außengrenzen hoffe er auf eine "Achse der Willigen".

Zuvor war bekannt geworden, dass Österreich und andere Staaten der Europäischen Union an Plänen für Flüchtlingslager außerhalb der EU arbeiten. Es gebe derartige Bestrebungen, sagte Kurz dem österreichischen Fernsehsender ORF. Die Pläne seien bisher allerdings sehr vertraulich, um die Durchsetzbarkeit des Projekts zu erhöhen. Vor Kurzem hatte Dänemark Überlegungen für Aufnahmezentren außerhalb der EU bestätigt.

In österreichischen Medienberichten wurde über Albanien als möglichem Standort spekuliert. Österreich übernimmt am 1. Juli die EU-Ratspräsidentschaft und hat sich die Stärkung der EU-Außengrenzen als Schwerpunkt vorgenommen.

Diese Nachricht wurde am 13.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.