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EU-ParlamentDolmetscher im Streik

Das Bild zeigt Dolmetscher im Europäischen Parlament in Straßburg. (picture-alliance / dpa / UPPA / Photoshot)
Die Dolmetscher im Europäischen Parlament wollen streiken. (picture-alliance / dpa / UPPA / Photoshot)

Die Dolmetscher im Europäischen Parlament sind im Arbeitskampf.

Um sich gegenseitig zu verstehen, sind EU-Parlamentarier darauf angewiesen, dass ihnen in die 24 Amtssprachen übersetzt wird. Dafür sind die rund 330 festangestellten Dolmetscher zuständig - sowie einige hundert Freiberufler.

In einem Streikaufruf protestieren sie dagegen, dass ihre Arbeitszeit von sieben auf acht Stunden täglich verlängert wird. Sie wollen höchsten siebeneinhalb Stunden in ihren Kabinen verbringen. Außerdem fordern sie, dass sie pro Parlamentswoche nur an zwei Abenden eingesetzt werden.

Trotz Streikaufrufs funktionieren die gerade laufenden Plenarsitzung reibungslos. Das liegt daran, dass ein Großteil der Dolmetscher zwangsverpflichtet wurden. Die Gewerkschaften ärgern sich darüber und sprechen von einem Eingriff ins Streikrecht.

Diese Nachricht wurde am 14.06.2018 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet.