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Ex-NOK-Chef über Kohl"Lieber Kabine als Tribüne"

Bundeskanzler Helmut Kohl (re.) und Franz Beckenbauer bei der Siegerehrung am 08.07.1990 im Olympiastadion in Rom. Beckenbauer hatte als Teamchef die deutsche Fußballnationalmannschaft zum Weltmeistertitel geführt. Die DFB-Elf hatte das Endspiel durch ein 1:0 gegen den Titelverteidiger Argentinien gewonnen. (picture alliance / dpa / afp)
Bundeskanzler Helmut Kohl (re.) und Teamchef Franz Beckenbauer bei der Siegerehrung bei der WM 1990. (picture alliance / dpa / afp)

Der ehemalige Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, Walther Tröger, hat den verstorbenen Altkanzler Kohl für dessen Verdienste im Sport gewürdigt.

Kohl sei immer verfügbar gewesen, wenn es um die Belange des Sport gegangen sei, sagte Tröger im Deutschlandfunk. "Er konnte niemanden unbefriedigt von ihm gehen lassen, der ein Anliegen zum Sport hatte."

Tröger war von 1983 bis 1990 Sportdirektor des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und von 1992 bis 2002 NOK-Präsident. Er erinnert sich an viele Treffen mit Kohl in dieser Zeit. Tröger sagte: "Helmut Kohl ist nicht so oft in Erscheinung getreten bei Veranstaltungen wie viele andere, aber wenn man ihn brauchte, dann war er immer verfügbar." Das habe für alle Repräsentanten des Sports gegolten, von den Verbandspräsidenten bis zu den Sportlern.

Kohl sei der erste Bundeskanzler gewesen, der sich nicht damit begnügte, auf der Tribüne zu sitzen. Er habe der deutschen Nationalmannschaft 1990 persönlich zum Weltmeistertitel gratuliert. Tröger sagte: "Das war seine Art. Er war ja lieber in der Kabine als auf der Tribüne."