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Fall Oury JallohKopien aller Akten werden an Landtag überreicht

Transparent mit einem Porträt von Oury Jalloh am 13.12.2012 nach der Urteilsverkündung im Prozess um den Feuertod des Afrikaners vor dem Landgericht in Magdeburg (Sachsen-Anhalt). Der Asylbewerber aus Sierra Leone war 2005 in Dessau-Roßlau bei einem Brand in einer Polizeizelle ums Leben gekommen. (picture alliance / dpa / Jens Wolf)
Transparent mit einem Porträt von Oury Jalloh (picture alliance / dpa / Jens Wolf)

Im Fall des Asylbewerbers Oury Jalloh sollen sämtliche Akten noch diesen Monat an den Landtag von Sachsen-Anhalt übergeben werden.

Dies gelte für die Unterlagen der Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichte und des Justizministeriums, teilte der Vorsitzende des Rechtsausschusses, Gürth, in Magdeburg mit. Dies habe Landesjustizministerin Keding zugesagt. Der an Händen und Füßen gefesselte Jalloh war vor 13 Jahren bei einem Feuer im Polizeigewahrsam in Dessau ums Leben gekommen. Bis heute ist nicht geklärt, wie es zum Brand kam. Der behördliche Umgang mit dem Fall wird seit Jahren massiv kritisiert.

Diese Nachricht wurde am 13.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.