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FIFA-EthikkommissionZweifel an Neutralität der neuen FIFA-Chefermittlerin

Ein Kopf-Portraitfoto der lächelnden Claudia Rojas. Im Hintergrund unscharf eine weiße Wand mit einem Jesus-Kreuz. (imago / Milton Diaz / El Tiempo)
Die neue Chefermittlerin des FIFA-Ethikrats, Claudia Rojas. (imago / Milton Diaz / El Tiempo)

Die kurzfristig zur neuen FIFA-Chefermittlerin berufene kolumbianische Juristin Claudia Maria Rojas soll gute Kontakte zu einem korrupten und von dem alten FIFA-Ethikkomitee gesperrten Funktionär gehabt haben.

Rojas habe ein "freundschaftliches Verhältnis" zu Kolumbiens früherem Verbandschef Luis Bedoya unterhalten. Diesem wird in den USA im Zuge der FIFA-Strafermittlungen der Prozess gemacht, die Justiz wirft ihm "Betrug, Bestechung und Geldwäsche" vor. Das alte FIFA-Ethikkomitee, das jetzt von der FIFA umbesetzt wurde, hatte Bedoya bereits im Mai 2016 lebenslang gesperrt.

Die Freundschaft zu Bedoya fand jedoch keinen Niederschlag bei der eilig herbeigeführten Integritätsprüfung, die Rojas wie alle FIFA-Kommissionsanwärter absolvieren musste. Laut Statuten muss jedoch jeder Kandidat von sich aus alle Beziehungen offenlegen, die einen möglichen Interessenskonflikt beinhalten könnten.

Die FIFA hatte verganene Woche auf ihrem Kongress in Bahrain überraschend ihre Ethik- und Governance-Komitees umbesetzt. Rojas erhielt den Posten der Chefermittlerin.