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Filmproduzentin Döring"Alles tun, um Oleg Senzow zu retten"

Der ukrainische Filmregisseur Oleg Senzow und der Mitangeklagte Alexander Koltschenko in einem Gitterkäfig vor Gericht in Russland im August 2015 (Deutschlandradio / Gesine Dornblüth)
Oleg Senzow, hier im August 2015, befindet sich seit fast fünf Wochen im Hungerstreik. (Deutschlandradio / Gesine Dornblüth)

Die "European Film Academy" setzt sich mit Nachdruck für den inhaftierten ukrainischen Regisseur Oleg Senzow ein.

Die Geschäftsführerin und Filmproduzentin Marion Döring sagte in der Sendung "Kultur heute" im Deutschlandfunk, Senzow sei nun in der fünften Woche seines Hungerstreiks - und damit in einer ganz kritischen Phase. "Da müssen wir alles tun, dass wir dieses Leben retten."

Oleg Senzow ist 2015 als angeblicher Terrorist zu 20 Jahren Lagerhaft verurteilt und in einem sibirischen Straflager interniert worden.

Döring geht davon aus, dass Senzow seinen Protest auch darum in die Zeit der Fußball-WM in Russland gelegt hat, um die größtmögliche Aufmerksamkeit zu bekommen. Er sei im übrigen auch für 64 weitere ukrainische Gefangene in den Hungerstreik getreten und nicht nur für sich selbst. Döring betont, ohne Aufmerksamkeit könne man die Verantwortlichen in Moskau auch nicht erreichen. Darum hätten sich neben der "European Film Academy" auch andere Organisationen wie PEN America, Human Rights Watch und Amnesty International an Aufrufen für Senzows Freilassung beteiligt.