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Filter-Welten

Vom Sieben der Wirklichkeit

Von Florian Felix Weyh

Nicht nur beim Kaffeetrinken kommt man hin und wieder mit Filtern in Berührung.
Nicht nur beim Kaffeetrinken kommt man hin und wieder mit Filtern in Berührung. (picture alliance / dpa / Karl-Josef Hildebrand)

In Nordeuropa trinkt man Kaffee als klares Getränk, weil Melitta Bentz 1908 den Kaffeefilter erfand. Ein Stück Löschpapier trennt Schwebstoffe von der Flüssigkeit und macht sie genussvoller. Filter und Siebe stecken überall: kleine Helfer, die Schmutziges sauber und Durchmischtes rein machen.

So sollen bei Zigaretten Filter Schadstoffe fernhalten und einen ungefährlichen Konsum ermöglichen. Viele Raucher glauben das bis heute, ein Beweis des guten Leumunds, den der Filter hat.

Gerade die digitale Entwicklung verlangt zunehmend nach Sperren, die uns vor der Informationsflut schützen. E-Mail-Konten ohne Spamfilter sind ein Albtraum! Surfen ohne vorstrukturierende Suchmaschinen-Algorithmen? Undenkbar.

So ist es höchste Zeit, den vielfältigen Filtern ringsum Aufmerksamkeit zu schenken und zu fragen, was wir mit ihnen und sie mit uns machen. Entreichern oder veredeln Filter unser Leben? Falls paradoxerweise beides zugleich zutrifft: Wie sollen wir mit ihrem janusköpfigen Wesen umgehen?

Regie: Katrin Moll
DLF 2012

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