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StartseiteSport AktuellIn der katarischen Investorenfalle19.04.2014

Financial FairplayIn der katarischen Investorenfalle

Gegen 20 Klubs ermittelt die UEFA-Finanzkommission wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay. Darunter: Paris Saint Germain. Klubeigner Quatar Sports Investment ist gleichzeitig Besitzer des Senders BeIN Sport, dem wichtigsten TV-Partner der UEFA in Frankreich.

Von Heinz-Peter Kreuzer

Zlatan Ibrahimović von Paris Saint Germain (aufgenommen während des Spiels gegen den FC Chelsea am 2. April 2014)  (picture alliance / dpa - Christophe Morin)
Gegen den Klub von Zlatan Ibrahimović wird ermittelt (picture alliance / dpa - Christophe Morin)

Gerade erst hat der Bezahlsender BeIN Sport die französischen Fernsehrechte für die Champions League und die Europa League bis 2019 von der UEFA gekauft, Und fast gleichzeitig beginnen die Ermittlungen der UEFA gegen das andere Projekt von BeIN-Besitzer Quatar Sports Investment, den französischen Top-Klub Paris Saint Germain. Der enge Zusammenhang der beiden Investments wird dadurch deutlich, dass die französische Tochter von BeIN Sport parallel mit dem Kauf des Pariser Klubs gegründet wurde. Ein Sender, dem ein Fußballverein gehört, ist jedoch nicht verboten, sagt der Münchner Rechtsanwalt Mark Eduard Orth: "Nach dem derzeitigen UEFA-Reglement ist es unbedenklich, dass ein Fernsehsender Anteile an einem Fußballclub erwirbt Es wird dann problematisch, wenn ein Sender Anteile an mehreren Klubs erwirbt, die im selben Wettbewerb spielen."

Für die UEFA trotzdem ein Zwickmühle. Die katarischen Investoren haben in den vergangenen Jahren 300 Millionen Euro in Spieler investiert, um einen europäischen Top-Verein zu schaffen. Doch die internationale Wettbewerbsfähigkeit ist jetzt massiv gefährdet. Die UEFA ermittelt wegen überhöhter und nicht marktgerechter Sponsorenverträge gegen den Klub. „PSG" droht eine hohe Geldstrafe oder eine Transferbeschränkung wegen Verstoßes gegen das Financial Fairplay. Dieses Regelwerk soll ein finanzielles Gleichgewicht im europäischen Fußball herstellen. Eine zu harte Strafe wäre nicht im Interesse von BeIN, das im Kampf um Marktanteile auf einen starken Pariser Klub angewiesen ist.

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