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StartseiteNachrichten vertieftPro Asyl fordert "Integration von Anfang an"23.04.2015

FlüchtlingePro Asyl fordert "Integration von Anfang an"

Pro Asyl fordert für Flüchtlinge ein Recht auf Sprach- und Integrationskurs bereits im laufenden Asylverfahren. Ein Sprecher der Menschenrechtsorganisation sagte dem Deutschlandfunk, es könne nicht sein, dass die Menschen zum Teil zwei Jahre lang hier lebten, ohne sich verständigen zu können.

Ein Asylbewerber schreibt in einer Städtischen Berufsschule in Regensburg (Bayern) das Wort "Deutsch" an die Tafel.  (picture alliance / dpa / Armin Weigel)
Ein Asylbewerber schreibt in einer Städtischen Berufsschule in Regensburg (Bayern) das Wort "Deutsch" an die Tafel. (picture alliance / dpa / Armin Weigel)
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Zugleich kritisierte Pro Asyl die viel zu lange Dauer der Anerkennungsverfahren. Dies führe bisweilen dazu, dass Flüchtlinge bis zu zwei Jahre ohne Status blieben. Der Sprecher von "Pro Asyl" plädierte gegenüber dem Deutschlandfunk für das Prinzip einer "Integration von Anfang an". Je früher die Flüchtlinge Deutsch lernten, desto besser. Dies sei im Interesse aller Beteiligten. Bislang haben nur anerkannte Flüchtlinge das Recht auf einen Integrationskurs.

Auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte sich am Donnerstag dafür ausgesprochen, dass Flüchtlinge schneller Deutsch lernen als bislang. Nach dem Besuch einer Asylbewerber-Unterkunft in Magdeburg sagte der SPD-Parteichef, der Bund müsse die Mittel für die Sprachausbildung erhöhen. Deutschunterricht sei auch bei Menschen sinnvoll, die bald in ihre Heimat zurückkehrten.

EU-Sondergipfel in Brüssel

Das Thema Flüchtlinge ist auch der Anlass für einen EU-Sondergipfel in Brüssel. Dabei geht es um Konsequenzen aus den Unglücken mit hunderten Toten im Mittelmeer. Im Gespräch ist, die Grenzschutz-Missionen "Triton" und "Poseidon" finanziell aufzustocken, mehr Schiffe bereitzustellen und die Seenotrettung zu verbessern. Auch Polizei- und Militäreinsätze gegen Schlepper werden erörtert. Die Linken-Europapolitikerin Zimmer forderte im Deutschlandfunk, Flüchtlingen mehr legale Wege für eine Einreise in die EU zu bieten.

(jcs/tön/wes)

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