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Forderung von Pro FamiliaKostenfreie Verhütungsmittel für Flüchtlinge

Flüchtlinge gehen am 9. Juli 2015 über das Gelände der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Hamburg Wilhelmsburg. (dpa / picture alliance)
Flüchtlinge in Hamburg Wilhelmsburg. (dpa / picture alliance)

Der Verein Pro Familia fordert einen bundesweiten Rechtsanspruch auf kostenfreie Verhütungsmittel für Flüchtlinge.

Die Bundesvorsitzende Höblich sagte dem Deutschlandfunk, Menschen mit geringem Einkommen, darunter auch Flüchtlinge, neigten dazu, preiswertere oder weniger zuverlässigere Methoden zu verwenden. Andere verzichteten ganz auf die Verhütung.

Krankenkassen erstatten die Kosten für rezeptpflichtige Verhütungsmittel wie die Anti-Baby-Pille nur bis zum 20. Lebensjahr. Die Koordinierungsstelle der Flüchtlingsberatung im Kölner Frauenzentrum hat ähnliche Erfahrungen wie Pro Familia gemacht. Ein Antrag auf Kostenübernahme, den die Intitiative für eine Geflüchtete bei einem Jobcenter stellte, sei abgelehnt worden, hieß es.

Pro Familia hat ein Modellprojekt gegründet, wonach Frauen mit Anspruch auf Sozialleistungen die Kosten für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel künftig nicht mehr selbst tragen sollen. Das Projekt ist aber auf bestimmte Regionen begrenzt.