Montag, 20.11.2017
StartseiteSport am Wochenende"Schmerzmittel gehören nicht auf die Dopingliste"02.04.2017

Fußball"Schmerzmittel gehören nicht auf die Dopingliste"

Klaus Pöttgen, ehemaliger Mannschaftsarzt des Fußball-Bundesligisten Darmstadt 98, hat sich gegen eine Einstufung von Schmerzmitteln als Doping ausgesprochen. "Sie sind nicht leistungssteigernd, sondern können eher schädigen", sagte er im Deutschlandfunk. Die verbreitete Einnahme der Mittel im Fußball sei aber zu diskutieren.

Klaus Pöttgen (l.) mit dem Darmstädter Profi Aytac Sulu (imago sportfotodienst)
Klaus Pöttgen (l.) mit dem Darmstädter Profi Aytac Sulu (imago sportfotodienst)
Mehr zum Thema

Schmerzmittel Opioide ohne Suchtgefahr

Cannabis auf Kassenrezept Bundesweit erstes Therapiezentrum geplant

Ausnahmeregelungen für Medikamente "Spitzensport ohne Schmerzmittel ist ausgeschlossen"

Bundesliga-Gespräch "Der Maschinenraum des Profi-Fußballs"

Weil sie Schmerzen lindern, seien die Medikamente unter Sportlern und auch in der Bevölkerung vebreitet, sagte Pöttgen. Dabei sollten Schmerzmittel nur in den ersten drei Tagen nach der Verletzung eingenommen werden. "Sonst können sie einen negativen Einfluss auf die Regeneration haben."

In Fußballvereinen herrsche seiner Meinung nach ein Konfliktfeld: Der Erfolg des Vereins und die Prämien von Trainern und Spielern stehen dabei dem medizinischen Anspruch gegenüber, Spielern nach einer Verletzung die benötigte Regenarationszeit zu geben. 

Das gesamte Gespräch können Sie mindestens sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk