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StartseiteSport am Wochenende"Rassismus und Antisemitismus in den Kurven"30.01.2016

Gedenk-Initiative "!Nie wieder""Rassismus und Antisemitismus in den Kurven"

Conrad Lippert engagiert sich mit dem Bündnis "!Nie wieder" für eine Gedenk- und Erinnerungskultur im Fußball. Denn dort gebe es immer noch Rassismus und Antisemitismus, sagte Lippert im DLF. Er selbst ist Fan von Roter Stern Leipzig - und beobachtet sowohl in seiner Heimatstadt als auch in Dresden eine Verbindung von rechten Fans und Pegida.

Conrad Lippert im Gespräch mit Astrid Rawohl

Transparent von Roter-Stern-Leipzig-Fans: Love Sports, Hate Neonazism (imago/sportfoto/Picture Point)
Transparent von Roter-Stern-Leipzig-Fans: Love Sports, Hate Neonazism (imago/sportfoto/Picture Point)
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Gedenken Modernisierte Erinnerungskultur im Stadion

Das Bündnis "!Nie wieder" will deswegen die Erinnerungs- und Gedenkkultur im Fußball fördern. Mit verschiedenen Aktionen machen Fans, Vereine und Funktionäre auf Deutschlands Vergangenheit aufmerksam: mit speziellen Stadiondurchsagen, Choreografien im Stadion, Filmvorführungen, Podiumsdiskussionen oder Lesungen.

Auch wollen sie an die Biografien vieler in Vergessenheit geratener jüdischer Vereinsmitglieder erinnern. Die Botschaft laute: Wehret den Anfängen, denn Rassismus und Antisemitismus seien im Stadion immer noch ein Problem, meint Lippert. Allerdings eher in den unteren Ligen. "In den höheren Ligen werden Rassismus und Antisemitismus gut sanktioniert", so Lippert. Außerdem seien in vielen Stadien die antirassistischen Kräfte stärker.

Verbindung zwischen gewaltbereiten Fans und Neonaziszene

Ihn besorgt die Verbindung von gewaltbereiten Fußballfans und Bündnissen wie Pegida oder Legida. "Da laufen viele Fans von Lokomotive Leipzig, Dynamo Dresden oder dem Halleschen FC mit und schreien ihre rassistischen Parolen." Auch die Angriffe im Leipziger Stadtteil Connewitz sieht er in diesem Zusammenhang. Die Verbandelung zwischen gewaltbereiten Fußballfans und der Neonaziszene sei schon seit Jahren ein Problem.

Das gesamte Gespräch mit Conrad Lippert können Sie mindestens sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.

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