Das Feature / Archiv /

 

Geisterfernseher und magische Tretminen

Hexengeschichten aus einem sambischen Dorf

Von Christoph Spittler

Hexengeschichten kennt jedes Kind.
Hexengeschichten kennt jedes Kind. (AP)

Storys über Hexerei sind ziemlich wild in Sambia. Jeder kennt welche, fast jeder glaubt daran und alle haben Angst, in eine magische Tretmine zu stolpern.

Da ist dieser Mann, der in einer Salatschüssel nackt nach Zimbabwe fliegt und notlanden muss, weil ihm das Benzin ausgeht. Die Frau, die sich nachts in eine Kuh verwandelt und von Bullen geschwängert wird, um die Herde ihres Großvaters zu mehren.

Hexerei ist ein kulturelles System. Eine alternative Art, die Welt zu interpretieren, die ihre Logik hat, ein Denksystem, das westliche Medizin und Rationalismus herausfordert. Menschen aus einem sambischen Dorf erzählen ihre Hexengeschichten.

Regie: Thomas Wolfertz

Produktion: DLF 2010

Manuskript zur Sendung als pdf oder im Textformat.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Das Feature

Psychopharmaka"Ich will ein Geständnis"

Walter Nowak steht vor einem Fachwerkhaus.

Zufällig finden sich in verschiedenen Vormundschaftsakten Patientenprotokolle der psychiatrischen Klinik Münsterlingen im Kanton Thurgau. Ehemalige Zöglinge aus Kinderheimen und Pflegefamilien müssen nun feststellen, dass in den 60er- und 70er-Jahren an ihnen Tabletten getestet wurden – Psychopharmaka.

Rien ne va plusWarum sich der Boulevardreporter Günter Stampf das Leben nahm

Eine Frau steht im Blitzlichtgewitter vor einer Gruppe Reporter und Fotografen.

Günter Stampf galt in der Medienbranche als Naturtalent. Charismatisch, hoch intelligent, gut aussehend. Mit 23 war der Österreicher, Ressortleiter der Zeitschrift "Bunte", mit 24 Chefreporter bei "Bild", zwei Jahre später kehrte er als stellvertretender Chefredakteur zur "Bunte" zurück – für 450.000 Mark Jahresgehalt.

PorträtKongos deutsche Hoffnung

Martin Kobler, Leiter der UNO-Friedensmission im Ostkongo.

Die neue Mission des ehemaligen deutschen Botschafters im Irak und in Afghanistan, Martin Kobler, scheint fast aussichtslos. Wie soll er eine UNO-Friedensmission mit 20.000 Soldaten aus 50 Ländern steuern in einem Land, das sieben Mal so groß wie Deutschland ist?