Wissenschaft im Brennpunkt / Archiv /

 

Genflut

Wie der Blick ins Erbgut die Medizin revolutioniert

Von Marieke Degen

Foto eines Modells des menschlichen DNA-Stranges mit der doppelten Helix-Struktur
Foto eines Modells des menschlichen DNA-Stranges mit der doppelten Helix-Struktur (picture alliance / dpa / Matthew Fearn)

10 Jahre zogen ins Land, bis das menschliche Erbgut - für geschätzte 1,5 Milliarden Euro - erstmals entschlüsselt war. Heute dauert ein menschliches Genom gerade einmal vier Wochen,  die Kosten liegen bei weniger als 10.000 Euro pro Genom.

 
Es ist eine wahre Datenflut, die in der Genetik eine Revolution angestoßen hat. Gene sind an allen Krankheiten in irgendeiner Form beteiligt. An Chorea Huntington zum Beispiel, Mukoviszidose, erbliche Blindheit. 3000 dieser monogenen Erkrankungen sind heute bekannt. Genetiker gehen davon aus, dass es noch Tausende mehr gibt. Geistige Behinderungen, Stoffwechselerkrankungen oder Bewegungsstörungen, deren genetische Ursache noch im Dunkeln liegt.

Und dann sind da noch die Volkskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Krebs. Auch hierfür wollen Wissenschaftler die genetischen Grundlagen entschlüsseln, um in Zukunft bessere Therapien und Vorsorgemaßnahmen anbieten zu können. 

"Manuskript zur Sendung:"

Gendiagnose - und dann?

"Weiterführende Links:"

Seiten des Deutschlandradios:

     &nbspNur ein Röhrchen Blut
     &nbsp(Hintergrund vom 27.05.12)

     &nbspGott ins Handwerk pfuschen? Im Gegenteil!
     &nbsp(Aus der jüdischen Welt vom 25.05.12)

     &nbspDas Spiel mit der DNA
     &nbsp(Forschung aktuell vom 15.05.12)

     &nbsp"Vielleicht ist das genau die Stärke, dass es ein Debattierklub ist"
     &nbsp(Tag für Tag vom 10.05.12)

     &nbspZurück auf Start
     &nbsp(Wissenschaft im Brennpunkt vom 15.01.12)

     &nbspNeuer Bluttest für Schwangere soll im nächsten Jahr kommen
     &nbsp(Forschung aktuell vom 05.12.11)

     &nbspSelber schuld - selber zahlen?
     &nbsp(Studiozeit vom 27.10.11)

     &nbspGenetischer Striptease
     &nbsp(Kritik vom 31.08.11)

     &nbspGute Gene, schlechte Gene
     &nbsp(Forschung aktuell vom 08.02.10)

     &nbspMenschen haben "auch das Recht auf Nichtwissen"
     &nbsp(Interview vom 24.04.09)

     &nbspGenetische Untersuchungen werden klar geregel
     &nbsp(Aktuell vom 24.04.09)

     &nbspWenn die Krankheit in den Genen steckt
     &nbsp(Hintergrund vom 23.04.09)

     &nbspEthikkommission befürchtet Medizintourismus
     &nbsp(Interview vom 23.04.09)

     &nbspVerfügung über genetische Daten
     &nbsp(Forschung aktuell vom 12.10.07)

Links ins Netz:

     &nbspMax-Planck-Institut für Molekulare Genetik

     &nbspHumangenetik Nimwegen

     &nbspProjekt Oncotrack

     &nbspNationaler Ethikrat: Anhörungen und Ergebnisse zur Gendiagnostik

     &nbspLeopoldina: Gutachten zur prädiktiven Gendiagnose

     &nbspUS-Gesundheitsinstitute: Datenbank monogener Krankheiten

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Wissenschaft im Brennpunkt

Visionen für IndividualverkehrDas Auto geht in die Luft

Ein einsitziges Luftfahrzeug fliegt mit drei horizontalen Rotoren an einer nur schemenhaft erkennbaren Stadtkulisse entlang.

Seit über 100 Jahren träumen Menschen von fliegenden Autos. Weit über 1000 Pioniere haben sich daran abgearbeitet, manche schafften es bis kurz vor Serienreife - und scheiterten dann doch. Ein alltagstaugliches Flugauto fährt bis heute nicht auf unseren Straßen. Nun wagt sich die nächste Generation an die anspruchsvolle Aufgabe.

FortpflanzungsmedizinFür immer fruchtbar?

Uterus-Transplantation: Das neugeborene Baby kurz nach der Geburt

Eine junge Frau kommt ohne Gebärmutter auf die Welt - und entbindet doch ein eigenes Kind. So geschehen in Göteborg, wo Ärzte einer 34-Jährigen die Gebärmutter einer Freundin transplantiert hatten. 36 Jahre nach der Geburt des ersten Retortenbabys wagt sich die Fortpflanzungsmedizin weit über die künstliche Befruchtung hinaus.

AusleseVom Nutzen der Nachtruhe

Ein Junge schläft versteckt unter einer gestreiften Bettdecke, nur sein Haarschopf ist zu sehen.

Warum schläft der Mensch? Und wozu träumen wir? Das ist Thema der aktuellen Bücher von Peter Spork und Stefan Klein, die zu den führenden Wissenschaftsautoren hierzulande zählen. Die Wissenschaftsredaktion des Deutschlandfunks diskutiert die Neuerscheinungen. Eine Sendung live von der Frankfurter Buchmesse.