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GentherapieViren gegen Blindheit

Ein Blinder mit Blindenstock  (picture alliance/dpa/Foto: Bernd Thissen)
Ein blinder Mann geht mit seinem Blindenstock spazieren (Foto vom 11.09.2007). (picture alliance/dpa/Foto: Bernd Thissen)

Wer blind oder sehbedindert auf die Welt kommt, der hat in den meisten Fällen einen genetischen Defekt.

Eine häufige Form einer solchen Erbkrankheit nennt sich Lebersche Kongenitale Amaurose. Die Funktion der Netzhaut ist gestört. Die Patienten können hell und dunkel schlecht unterscheiden - falls sie nicht schon ganz blind geboren werden.

Ärzte der Universität von Iowa haben die Hoffnung, dass sie eine Therapie gefunden haben, die das Leben der Betroffenen zumindest vereinfacht. Es ist eine Gentherapie. Die Patienten bekommen genveränderte Viren in die Augäpfel gespritzt. Die Viren tragen eine gesunde Form der Gene in sich, die für die Erbkrankheit verantwortlich ist. Diese Gene können dann von den Viren in die eigenen Zellen der Patienten quasi eingebaut werden.

27 von 29 Testpersonen hat das geholfen. Sie konnten nach Angaben der Ärzte wieder so viel sehen, dass sie aus einem Irrgarten herausfanden und auch helleres und dunkleres Licht besser unterscheiden konnten. Im Moment prüft die US-Zulassungsbehörde FDA, ob die Therapie allgemein zur Behandlung erlaubt wird.