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GeographieDie Seen der Erde sind insgesamt flacher als gedacht.

Mecklenburg-Vorpommern, Schaalsee, Dorf Techin, Wegweiser zum See. (Gisela Jaschik)
Wegweiser zum Schaalsee. (Gisela Jaschik)

Die Seen auf der Erde sind im Durchschnitt nicht so tief wie bisher gedacht.

Das legt eine Studie nahe, die US-amerikanische und schwedische Forscher auf einem Treffen der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft präsentiert haben.

Die Physiker haben ein neues Geländemodell der Erde entwickelt und angenommen, dass die Topographie sich unter Wasser nicht stark ändert. Damit kommen sie zu dem Schluss, dass die durchschnittliche Tiefe aller Seen auf der Erde 42 Meter beträgt. Das ist deutlich weniger als gedacht: Bisher waren die Forscher von einer durchschnittliche Tiefe von 62 Metern ausgegangen.

Sollte die Schätzung stimmen, hätte das einen Einfluss auf die Klimamodelle. Flachere Seen produzieren größere Mengen des Treibhausgases Methan.
Das neue Modell liefert auch Hinweise auf das weltweite Volumen der Seen. Die Forscher beziffern es auf knapp 200.000 Kubikkilometer, was am unteren Ende bisheriger Schätzungen anzusiedeln ist. Eine der grundlegenden Annahmen des Modells ist, dass die statistische Verteilung von Bergen und Tälern auf der Erde gleich ist, egal wie groß man den Ausschnitt wählt, den man betrachtet.