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Gescheiterte ErpressungGestohlenes Nolde-Gemälde zurückgegeben

Das Handout der Nolde Stiftung Seebüll zeigt das Gemälde "Christus zu Emmaus" von Emil Nolde aus dem Jahr 1904. Nach einer gescheiterten Lösegeld-Epressung haben die Täter das 2014 aus einer dänischen Kirche gestohlenes Gemälde von Emil Nolde (1867-1956) ohne Zahlung zurückgegeben. (Nolde Stiftung Seebüll/dpa )
Das Handout der Nolde Stiftung Seebüll zeigt das Gemälde "Christus zu Emmaus" von Emil Nolde aus dem Jahr 1904. (Nolde Stiftung Seebüll/dpa )

Diebe haben ein vor vier Jahren aus einer dänischen Kirche gestohlenes Gemälde von Emil Nolde zurückgegeben.

Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Flensburg mit. Das Werk "Christus zu Emmaus" war 2014 aus der Kirche in Ølstrup bei Ringkøbing entwendet worden. Die Täter mit dem Pseudonym "Kulturfreund" hatten zuerst von der Nolde-Stiftung in Seebüll (Nordfriesland) ein Lösegeld in Höhe von 130.000 Euro gefordert, zehn Prozent des geschätzten Wertes von 1,3 Millionen Euro. Die Stiftung schaltete die Polizei ein.

Die Ermittler machten einen zum Zeitpunkt des Diebstahls inhaftierten Mann ausfindig, der im Zusammenhang mit dem Kunstraub stand. Nach intensiven Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft Flensburg vermittelte er die Rückgabe des Gemäldes. Die sei am 22. Dezember 2017 über einen Rechtsanwalt in Gegenwart der Polizei und einer Mitarbeiterin der Nolde-Stiftung Seebüll erfolgt.

Der Aquarellmaler Emil Nolde (1867-1956) war einer der führenden Vertreter des Expressionismus. Bekannt ist er für seine ausdrucksstarken Farben.

Diese Nachricht wurde am 13.01.2018 im Programm Deutschlandfunk Kultur gesendet.