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Seit 18:40 Uhr Hintergrund
StartseiteLebenszeitDie umstrittene Fixierung in Pflegeheimen14.11.2014

GesellschaftDie umstrittene Fixierung in Pflegeheimen

Ob mit Gurten, Bandagen, Bettgittern, oder Psychopharmaka: In Deutschland ist es in der Pflege nach wie vor Alltag, Menschen ruhig zu stellen, sie zu fixieren. Ans Bett gefesselt kommt es nicht selten zu Verletzungen, Prellungen und gar Todesfällen, die Quälerei ist dabei wenig dokumentiert.

Von Petra Ensminger und Daniela Wiesler (Moderation)

Eine Seniorin in einem Pflegeheim in Frankfurt an der Oder (dpa picture alliance / Patrick Pleul)
Experten schätzen, dass bis zu 60 Prozent aller Pflegeheimbewohner fixiert werden, weil sie unruhig, sturzgefährdet sind. (dpa picture alliance / Patrick Pleul)

Experten schätzen aber, dass bis zu 60 Prozent aller Pflegeheimbewohner fixiert werden, weil sie unruhig, sturzgefährdet sind. Das Ganze also nur zum Schutz der Betroffenen? Die Fixierung erfüllt den objektiven Straftatbestand der Freiheitsberaubung und darf nur angewendet werden, wenn die Betroffenen selbst einwilligen, oder ein Gerichtsbeschluss vorliegt. Dennoch steigt die Zahl der Fixierungen in den Heimen an.

Aus Nordrhein-Westfalen kommt jetzt die Forderung: mobilisieren statt fixieren. Schluss also mit der menschenverachtenden Freiheitsberaubung von Pflegebedürftigen. Aber: Wie sehen die Alternativen aus? Konzepte jedenfalls gibt es bereits...

Unsere Gesprächsgäste:

  • Adelheid von Stösser, Vorsitzende des Pflege-Selbsthilfeverbands e.V.
  • Madeleine ViolProjektkoordinatorin ReduFix Praxis, Ev. Hochschule Freibur
  • Michael ThelenLeiter des Evangelischen Seniorenzentrums Theresienau

Sie können sich beteiligen indem Sie anrufen oder mailen: Tel. 00800 4464 4464 oder lebenszeit@deutschlandfunk.de.

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