• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Google+
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
Seit 05:00 Uhr Nachrichten
StartseiteCorsoKulturgeschichte des Stinkefingers10.03.2016

GestenforschungKulturgeschichte des Stinkefingers

Yanis Varoufakis, Ronald Reagan, Keith Richards, Madonna oder Peer Steinbrück: Sie alle hielten schon den Stinkefinger in die Kamera. Eine Geste, die Gespräche beendet und ebenso alt ist wie unsere Kultur. Romanist, Gestenforscher und Professor Reinhard Krüger hat dem Finger sogar ein Buch gewidmet: "Der Stinkefinger - Kleine Geschichte einer wirkungsvollen Geste".

Reinhard Krüger im Corso-Gespräch mit Ulrich Biermann

Der italienische Europa-Parlamentarier Gianluca Buonanno zeigt im EU-Parlament den "Stinkefinger" (dpa/picture-alliance/Patrick Seeger)
Provoziert gern: Der italienische Europa-Parlamentarier Gianluca Buonanno (dpa/picture-alliance/Patrick Seeger)
Mehr zum Thema

Grimmepreise 2016 Eine Auszeichnung für einen falschen Stinkefinger

Grimme-Institut-Direktorin zu "Varoufake": "Satire darf das"

Den Ursprung des ausgestreckten Mittelfingers zu finden, ist nicht leicht, sagt Reinhard Krüger. In der römisch-griechischen Antike gebe es beispielsweise Darstellungen von Gladiatoren mit Stinkefinger. Der Gestenforscher sieht darum in ihm eine Verbindung von kämpfenden Männern zum Fallussymbol: Der Mittelfinger als Zeichen von Potenz.

Heutzutage ist es eher ein Mittel, um gegen die üblichen Benimmregeln zu verstoßen. Und Krüger betont: Den Stinkefinger zeige man nicht mal so eben. Es sei vielmehr ein komplizierter motorischer Vorgang - man müsse den Willen aufbringen, die eigene Hand so zu formen.

Den vollständige Gespräch können Sie im Rahmen unseres Audio-on-demand-Angebotes mindestens sechs Monate nachhören.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk