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GesundheitBesser nicht Spazierengehen als an stark befahrenen Straßen

Stoßstange an Stoßstange stehen die Autos auf der Avenida Paulista in der brasilianischen Großstadt Sao Paulo (Aufnahme vom 11.01.2010). (picture-alliance / dpa / Helmut Reuter)
Eine stark befahrene Straße in der brasilianischen Großstadt Sao Paulo. (picture-alliance / dpa / Helmut Reuter)

Ein internationales Forscherteam rät dazu, eher ganz auf den Spaziergang zu verzichten, als diesen an einer stark befahrenen Straße zu machen.

Denn verschmutzte Luft macht die positive Wirkung der Bewegung für Kreislauf und Atemwege offenbar wieder zunichte. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam im Fachmagazin The Lancet. Die Mediziner hatten untersucht, wie der Körper älterer Menschen auf Spaziergänge in einem Park beziehungsweise entlang einer stark befahrenen Straße reagiert. Die Studie zeige, wie wichtig strengere Richtlinien für die Luftqualität und ein verbesserter Zugang zu Grünflächen in Städten seien.

Die Mediziner untersuchten knapp 120 Versuchspersonen, die älter als 60 Jahre waren. Ein Teil von diesen war gesund, ein anderer hatte eine chronische Lungenerkrankung, ein dritter litt unter Herzproblemen. Die Probanden liefen für zwei Stunden durch London – einmal in einer ruhigen Ecke des Hyde Park, dann entlang der vielbefahrenen Oxford Street.

Vor und nach den Spaziergängen maßen die Forscher Lungenvolumen, Blutdruck und weitere physiologische Parameter. Das Ergebnis: Alle Teilnehmer profitierten gesundheitlich von einem Spaziergang im Park. An der Straße entlang zu laufen, verminderte diese Effekte dagegen drastisch.