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Gewalt im GazastreifenAl-Hussein erhebt schwere Vorwürfe gegen Israel

Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra'ad al Hussein (AFP / Fabrice COFFRINI)
Der UNO-Hochkommissar Zeid Ra'ad al Hussein in Genf (AFP / Fabrice COFFRINI)

Der UNO-Menschenrechtskommissar al-Hussein hat die Gewalt israelischer Soldaten gegen Demonstranten im Gazastreifen kritisiert.

Es gebe so gut wie keine Anzeichen für die Behauptung, dass die Sicherheitskräfte alles getan hätten, um die Opferzahl so niedrig wie möglich zu halten, sagte er in Genf. In der Dringlichkeitssitzung des UNO-Menschenrechtsrats betonte al-Hussein, die Palästinenser seien unter israelischer Besatzungsmacht eingepfercht in einem giftigen Slum und jeder Würde beraubt. Die israelische Botschafterin in Genf, Shechter, wies die Vorwürfe zurück. Sie erklärte, die Palästinserorganisation Hamas schicke Frauen und Kinder an die Front, um sich dahinter zu verstecken. Israel verteidige sich lediglich gegen Angriffe.

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen am Grenzzaun zwischen dem Gazastreifen und Israel wurden mindestens 60 Menschen getötet.

Diese Nachricht wurde am 18.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.