Verbrauchertipp /

Gewicht im Griff

Schlanker werden ist keine Hexerei

Von Susanne Kuhlmann

Nachhaltig abnehmen mit der richtigen Strategie
Nachhaltig abnehmen mit der richtigen Strategie (picture alliance / dpa - Armin Weigel)

Wer sich vorgenommen hat, etwas für Figur und Wohlbefinden zu tun, muss standhaft sein. Oder wissen, wie es funktioniert, abzunehmen und anschließend auch langfristig schlanker zu bleiben. Geduld und Bewegung gehören dazu - aber auch Nachsicht und Beharrlichkeit.

"Realistisch ist eine Gewichtsabnahme von ein bis zwei Kilo pro Monat. Und ich sollte überlegen: Wie lange habe ich das aktuelle Gewicht? Und wie schnell kann ich das überhaupt loswerden?"

Wer zum Beispiel zehn Kilogramm abspecken möchte, sollte dafür sechs bis zwölf Monate einplanen, sagt Ursula Plitzko, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Mehr Energie verbrauchen als aufnehmen – schlanker werden ist keine Hexerei, und ein erster Ansatz findet sich leicht.

""Beispielsweise bei meinem Trinkverhalten. Ich achte auf Fette. Oder ich esse mehr Obst und Gemüse. Oder ich bewege mich mehr. Es gibt also verschiedene Möglichkeiten zu starten, und jede wird zum Ziel führen, weil ich mein Verhalten dann schrittweise verändere.""

"Meine Strategie abzunehmen besteht darin, weniger zu essen als ich normalerweise täte bzw. brauche und mich mehr zu bewegen. Von anderen ausgeklügelten Diätplänen oder Mittelchen halte ich wenig, weil ich denke, dass man mit diesen Methoden eigentlich eher im Kopf abnimmt."

Manchen genügt Willensstärke, andere wollen sich nach figurfreundlichen Rezepten richten oder kommen gut mit einem Esstagebuch zurecht, in dem sie notieren, was sie wann essen – oder auch weglassen. Alles führt schließlich zum Erfolg – und zwar ohne Lieblingsspeisen komplett zu verbannen.

"Tabus gibt es in unseren Plänen nicht. Es gibt nur eine Mengenangabe. Das heißt, ich kann nicht unendlich viele Süßigkeiten und Snacks zu mir nehmen, sondern ich dosiere sie dann. Es ist nichts verboten. Das ist ganz wichtig für das Genussempfinden."

Und fürs Durchhalten, denn schwieriger als abzunehmen ist es, später das neue Gewicht auf Dauer zu halten. Sich Zeit zum Essen nehmen, regelmäßige Mahlzeiten einplanen, nur zu essen, wenn ein Hungergefühl spürbar ist und aufhören, sobald sich Sättigung einstellt - das hilft auf die Dauer, sein Wohlfühlgewicht zu finden und zu halten. Bewegung und Sport unterstützen beides enorm. Ursula Plitzko:

"Hier kann ich auch mit Alltagsbewegungen anfangen, Treppen steigen, Spaziergänge machen, Fahrradtouren machen. Ich kann auch mal schauen, was hat in meiner Stadt, in meinem Ort der Sportverein für Angebote? Es gibt so viele Angebote auch für Personen jeden Alters, mit jeder Schwierigkeitsstufe, dass ich da versuche, eine Sportart zu finden, die auch Kalorien kostet."

Wer sich zum Bewegungskurs der Krankenkasse, einem Schnuppermonat im Fitnessstudio oder zum Walking mit dem Freund aufrafft, steigert seinen Grundumsatz. Das heißt, der Körper bildet mehr Muskelmasse und der Kalorienverbrauch steigt an, selbst beim Schlafen.
Mehr Bewegung und weniger Süßes, mehr Obst und Gemüse und weniger Fett und lieber mal schlemmen, statt sich eine einseitige Diät aufzuzwingen – das leichtere Leben soll Spaß machen.

"Man darf auch mal über die Stränge schlagen, wenn ich dann sage, am nächsten Tag mache ich eine Radtour beispielsweise oder ich lege einen Schalttag ein, mache einen Reistag oder ich esse Gemüse und Obst an einem Tag. Wir müssen uns immer verdeutlichen: Was haben wir schon geschafft? Und nicht immer denken: Jetzt bin ich schwach geworden."



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