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GewitterFeinstaub fördert Blitze

Ein Blitz durchzieht einen lilagefärbten Himmel. (imago/ Imagebroker)
Feinstaub und Blitze könnten zusammenhängen. (imago/ Imagebroker)

Forscher haben entdeckt, dass es entlang von Schifffahrtsrouten mehr blitzt. Schuld daran sind wohl die Abgase der Schiffe.

Forschern der Universität Washington ist aufgefallen, dass sich Gewitter über dem Meer teilweise sehr unterschiedlich verteilen. In manchen Regionen gab es sie besonders oft. Stellenweise machten sie bei Blitzen sogar ein Linienmuster aus. Am Ende fanden die Wissenschaftler heraus: Diese Regionen sind wichtige Schifffahrtsrouten.

Die Forscher stellten in ihrer Studie fest, dass die Gewitter mit dem Feinstaub der Schiffsabgase zusammenhängen. Die fahren mit Schweröl und produzieren besonders viel davon. Der Feinstaub sorgt nach Angaben der Forscher dafür, dass das Verdunstungswasser aus den Meeren in der Luft zu kleineren Tröpfchen kondensiert. Die können dann besonders weit nach oben geschleudert werden. In Gewitterwolken sorgt das für Idealbedingungen für Blitze.

Die Forscher sagen, dass das Phänomen nicht nur auf Meere begrenzt sein muss. Es kann wohl auch über Land auftreten. Damit sorgen möglicherweise auch Autoabgase aus den Städten für Gewitter.