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GipfeltreffenEU will Perspektive für Westbalkan-Staaten

EU-Fahne (dpa / picture alliance / Jens Kalaene)
EU-Fahne (dpa / picture alliance / Jens Kalaene)

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union treffen sich heute in Sofia mit ihren Kollegen aus den Westbalkan-Ländern.

Ziel des Gipfels ist es, Serbien, Montenegro, Albanien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und das Kosovo zu weiteren Reformen zu ermuntern. Langfristig sollen sie die Chance auf einen EU-Beitritt haben. Österreichs Außenministerin Kneissl rief die Union zu mehr Einsatz für die Balkan-Staaten auf. Die EU habe Südosteuropa in den letzten Jahren vernachlässigt, sagte Kneissl der Zeitung "Die Welt". In dieses Vakuum seien dann andere Staaten wie Russland, China oder die Türkei gestoßen.

Als einziger EU-Regierungschef nimmt Spaniens Ministerpräsident Rajoy nicht an dem Westbalkan-Treffen teil. Grund ist die Teilnahme des Kosovo, das sich 2008 nach einem blutigen Konflikt von Serbien losgelöst hatte. Spanien stemmt sich seit Monaten gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen der Region Katalonien.

Diese Nachricht wurde am 17.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.