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StartseiteVerbrauchertippVersicherungscheck lohnt sich19.09.2017

HaftpflichtVersicherungscheck lohnt sich

Heirat, Umzug, Jobwechsel: Ändern sich die Lebensumstände, kann sich auch ein Wechsel der Haftpflichtversicherung lohnen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest. Denn oft bietet ein neuer Vertrag nicht nur bessere Konditionen, sondern auch einen besseren Schutz.

Von Dieter Nürnberger

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Bildnummer: 52913481 Datum: 29.01.2009 Copyright: imago/Schöning Versicherungsschein für eine Haftpflichtversicherung, Objekte; 52913481 Date 29 01 2009 Copyright Imago Schöning Insurance Certificate for a Liability insurance Objects 2009 Symbolic image emblem Insurance  (imago/Schöning)
Mehr als ein Viertel der untersuchten Privathaftpflicht-Policen erhielt eine sehr gute Bewertung, darunter viele Angebote von Direktversichern, die allerdings überwiegend online und ohne Beratung vor Ort arbeiten (imago/Schöning)
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"Wenn die Police mehr als fünf Jahre alt ist, dann lohnt sich das in aller Regel - im Zweifel sogar beim gleichen Anbieter abzuschließen. Ansonsten sollte man immer schauen: Ändert sich der Familienstand? Beispielsweise, wenn Kinder kommen oder man eine Immobilie erwirbt. Bei solchen Dingen sollte man über die Privathaftpflicht nachdenken und unter Umständen neu abschließen."

Im Vergleich zur Vorgänger-Untersuchung vor knapp drei Jahren sind heute die Tarifbedingungen besser, sagt der Warentester. Beispielsweise bei der Höhe der Versicherungssumme:

"Da ist es so, dass inzwischen zehn Millionen Euro bei ganz vielen Versicherungen für wirklich günstige Preise zu haben sind. Auch wenn Schäden in dieser Höhe sehr unwahrscheinlich sind, glauben wir, dass es sinnvoll ist, sich mit zehn Millionen Euro zu versichern."

Versicherung für Drohnen

Viele Versicherer bieten heute einen besseren Grundschutz und gehen sogar darüber hinaus. So werden inzwischen auch Schäden durch kleine Kinder mitversichert. Streng juristisch betrachtet müssen Eltern in solchen Fällen meist nicht haften - und deshalb haben auch die Versicherungen bisher ebenfalls nicht bezahlt.

"Wer dann Bekannte oder Nachbarn dennoch entschädigen will - wenn die Scheibe kaputt gegangen ist oder ein sonstiger Schaden auftrat - musste das aus eigener Tasche bezahlen. Es sei denn, er hat eine Privathaftpflicht, die auch die Schäden deliktunfähiger Kinder abdeckt. Das ist bei vielen Policen mit drin, das sollte man haben, wenn einem das wichtig ist."

Und auch neue Hobbys können ein Grund sein, den Versicherungsschutz zu überprüfen. Vor ein paar Jahren beispielsweise war die Nutzung einer Drohne in der Freizeit noch relativ selten. Doch inzwischen müssen Drohnenpiloten eine Versicherung nachweisen können. Einige neue Versicherungsangebote haben dies schon berücksichtigt. Allerdings unter strengen Bedingungen.

Familientarife ab 50 Euro pro Jahr

"Die Privathaftpflicht reicht nur für die private Nutzung aus. Und da muss man dann schauen, dass die Drohne nicht zu schwer ist: Die meisten Versicherer haben eine Gewichtsgrenze von 250 Gramm. Wer also beispielsweise gewerbliche Fotos macht oder zu einem sonstigen Profi-Zweck Drohnen steigen lässt, braucht immer eine Spezialversicherung.

Spezielle Drohnen-Haftpflichtversicherungen - für recht schwere Flugkörper oder eben die berufliche Nutzung - können sogar teurer sein als eine allgemeine Haftpflichtpolice.

Mehr als ein Viertel der untersuchten Privathaftpflicht-Policen erhielt eine sehr gute Bewertung, darunter viele Angebote von Direktversichern, die allerdings überwiegend online und ohne Beratung vor Ort arbeiten. Warentester Christoph Herrmann:

"Sehr gute Familientarife gibt es ab 50 Euro pro Jahr. Der Tarif kann aber bei bestimmten, einzelnen Tarifen auch schon mal mehr als das Dreifache kosten. Insofern lohnt es sich, zu vergleichen und nach der für die eigenen Bedürfnisse richtigen Versicherung zu suchen."

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