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StartseiteSport AktuellOlympia ist das neue Ziel28.01.2016

HandballOlympia ist das neue Ziel

Mit der Qualifikation für das Halbfinale besteht für die deutsche Handball-Nationalmannschaft die realistische Chance, ein Ticket für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zu lösen. Für den direkten Weg müsste die DHB-Auswahl Europameister werden.

(dpa, picture-alliance Jens Wolf)
Die deutsche Handball-Mannschaft bei der EM in Polen nach dem Sieg gegen Dänemark. (dpa, picture-alliance Jens Wolf)

Zwei Siege fehlen der deutschen Nationalmannschaft noch, um sicher in Rio dabei zu sein. Nur ein fester Startplatz wird beim Turnier in Polen vergeben – an den neuen Europameister. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten aber immerhin noch eine weitere Chance auf ein Olympia-Ticket bei einem Qualifikationsturnier. Mindestens das hat sich das deutsche Team jetzt vorgenommen. Überhaupt war die Euphorie bei der Nationalmannschaft groß nach dem 25:23-Erfolg über Dänemark im letzten Hauptrundenspiel. "Das war eine Sternstunde für den deutschen Handball, das kann man mit Fug und Recht so sagen. Wir können mächtig stolz sein auf das, was wir von der deutschen Mannschaft gegen Dänemark gesehen haben", so DHB-Vizepräsident Bob Hanning.

Der Gewinn einer EM-Medaille in Polen würde auch die sichere Qualifikation für die kommende Weltmeisterschaft 2017 in Frankreich bedeuten. Nur wenn die DHB-Auswahl sowohl das Halbfinale als auch das dann folgende Spiel um Platz drei verlieren würde, wäre das Ticket für Rio dahin und auch für die WM müsste im Juni ein Playoff-Duell bestritten werden.

Euphorie in Norwegen

Erste Hürde ist am Freitag Norwegen. Ab 18.30 Uhr kommt es in Krakau zu einer Art Überraschungs-Halbfinale, denn auch die Norweger stehen mindestens so sensationell im Halbfinale wie die deutsche Mannschaft. Der Halbfinaleinzug ist der größte Erfolg für die Skandinavier, in deren Team fünf Akteure aus der deutschen Bundesliga spielen und das von Christian Berge (sieben Jahre Spieler bei der SG Flensburg-Handewitt) trainiert wird. Perfekt gemacht wurde der Semifinaleinzug durch ein 29:24 gegen Weltmeister und Olympiasieger Frankreich. Norwegen jubelt bis in höchste politische Kreise, sogar Ministerpräsidenten Erna Solberg twitterte: "Das freut die ganze Regierung".

Die Franzosen vergaben ihrerseits mit der Niederlage gegen Norwegen die Chance auf die Titelverteidigung und treffen nun in der Neuauflage des Finals von 2014 im Spiel um Platz fünf auf Dänemark.

Im zweiten Halbfinale am Freitag treffen Spanien und Kroatien aufeinander. Die Spanier machten den Einzug in die Runde der letzten Vier durch ein 27:25 gegen Russland klar. Kroatien sicherte sich das Ticket nach einem 37:23-Kantersieg gegen Gastgeber Polen, dessen Weg bei diesem Turnier damit auch zu Ende ist. Polens Nationaltrainer Michael Biegler ist als Folge davon zurückgetreten.

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