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Hell und Dunkel

Von Dirk Lorenzen

Solar Orbiter soll recht nah an die Sonne heran fliegen
Solar Orbiter soll recht nah an die Sonne heran fliegen (Nasa)

Solar Orbiter und Euclid haben eine Reise ins Weltall gewonnen. Europas Weltraumorganisation ESA hat diese beiden Projekte als die künftigen Missionen mittlerer Größe ausgewählt - die Sonnensonde und das Weltraumteleskop haben sich gegen viele Mitbewerber durchgesetzt.

Solar Orbiter soll ergründen, wie die Sonne den umgebenden Weltraum beeinflusst. Immer wieder gibt es auf der Sonne starke Explosionen, die enorme Mengen an Teilchen und Strahlung ins All schleudern.

Zudem fegt ständig ein Strom energiereicher geladener Partikel durch das Sonnensystem. Dieser Sonnenwind schwankt stark, lässt gelegentlich Polarlichter leuchten und führt schlimmstenfalls zum Ausfall von Satelliten und zu Kurzschlüssen in den Stromnetzen auf der Erde.

Solar Orbiter fliegt so nah an die Sonne heran wie keine Raumsonde zuvor - und erforscht unseren Stern geradezu von einem Logenplatz aus.

Euclid ist ein kleines Weltraumteleskop, das die Verteilung von Galaxienhaufen beobachten und so die Geometrie unseres Universums enträtseln soll. Solche Daten erlauben indirekte Schlüsse auf die Natur der Dunklen Energie, aus der unser Kosmos offenbar größtenteils besteht.

Nach dem Sieg im Auswahlverfahren geht jetzt die Arbeit für die Teams richtig los. Solar Orbiter, eine europäisch-amerikanische Gemeinschaftsmission, soll in gut fünf Jahren von Cape Canaveral aus starten und Kurs auf das ganz helle Zentrum unseres Planetensystems nehmen.

Euclid wird mit einer Sojus-Rakete von Kourou aus ins All fliegen - vermutlich 2019. Dann widmet sich die Raumsonde den großen Rätseln der ganz dunklen Seite unseres Universums.

Die ESA-Mission Solar Orbiter

Die ESA-Mission Euclid

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