• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Google+
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
 
Seit 18:10 Uhr Informationen am Abend
StartseiteGesichter EuropasHeroin auf Rezept20.11.2010

Heroin auf Rezept

Drogenpolitik in der Schweiz

Einst machte der "Needle Park" in Zürich Schlagzeilen. Negative meist, denn dieser Ort, ein beschaulicher Park mitten in der Stadt, war vor 20 Jahren ein Treffpunkt der Drogensüchtigen Mitteleuropas, von den Behörden stillschweigend toleriert.

Mit Reportagen von Knut Benzner

Gebrauchte Heroinspritzen liegen in einem Behälter (AP Archiv)
Gebrauchte Heroinspritzen liegen in einem Behälter (AP Archiv)

Die Zahl der Drogentoten stieg von Jahr zu Jahr - und das in einer der reichsten Städte der Welt. 1992 wurde der Park geschlossen. Das Drogenproblem wurde dadurch nicht aus Zürich geschafft. Der Drogenhandel sowie der Drogenkonsum verlagerten sich lediglich in angrenzende Gebiete. Eine einheitliche Schweizer Drogenpolitik, eine einheitliche Schweizer Drogenprävention fehlten damals.

Mittlerweile gibt es beides, gesetzlich verankert und vorbildlich: Die "Heroingestützte Behandlung". Ein Pionierprojekt, seit mehr als zehn Jahren Im Einsatz. Die strikt reglementierte und kontrollierte Verschreibung von pharmazeutischem Heroin richtet sich an schwer Heroinabhängige, die mit anderen drogentherapeutischen Angeboten nicht mehr erreicht werden. Damit hat die Schweiz in der Drogenpolitik einen Kurs vorgegeben, dem andere europäische Länder folgen.

Manuskript zur Sendung als pdfoder im barrierefreien Textformat.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk