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Hochschulquartett: Schrecken ohne Ende?

Weiterhin Chaos bei der Hochschulzulassung

Moderation: Michael Kröher, Manager Magazin, und Christian Floto, Deutschlandfunk

Hörsaal an der Viadrina-Universität in Frankfurt/Oder
Hörsaal an der Viadrina-Universität in Frankfurt/Oder (picture alliance / dpa)

Die Idee war bestechend: Die Zentralstelle für die Studienplatzvergabe, die verhasste ZVS, sollte weg. Zu bürokratisch, zu unflexibel und überhaupt nicht mehr zeitgemäß, hieß es. 2004 schickte der Deutsche Bundestag die alte ZVS in die Verbannung. Und danach? Danach sollten die Universitäten mehr Zulassungskompetenz erhalten, die Bewerber zentral und computergestützt auf die Universitäten verteilt und die Kapazitäten besser ausgeschöpft werden. Soweit die Theorie.

2012, im Jahr acht nach dem Bundestagsbeschluss, fordert ein ehemaliger Präsident der Hochschulrektorenkonferenz die Wiedereinführung der ZVS, bleiben 17.000 Studienplätze unbesetzt, fürchten sich Hunderttausende Studienplatzbewerber vor dem Zulassungschaos im Herbst dieses Jahres.

Das neue System funktioniert nicht. 15 Millionen Euro hat der Bund investiert, doch die nagelneue Software des zentralen "dialogorientierten Serviceverfahrens" erwies sich als unvereinbar mit den alten Softwareschätzchen, die die Universitäten auf ihren Zentralrechnern haben.

Wer ist verantwortlich für die Zulassungsmisere? Wie lässt sich ein erneutes Chaos wie im Wintersemester 2011/12 vermeiden? Und hat man eigentlich die Studenten gefragt, welches Verfahren sie sich wünschen? Macht es überhaupt Sinn, den eingeschlagenen Vergabeweg weiter zu verfolgen?

Die Gäste:

- Salome Adam, Vorstand Freier Zusammenschluss von StudentInnenschaften

- Dr. Ulf Bade, Geschäftsführer der Stiftung für Hochschulzulassung

- Dr. Jörg Dräger, Geschäftsführer Centrum für Hochschulentwicklung CHE

- Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt Universität Berlin

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