Verbrauchertipp /

Höflich das Mobiltelefon nutzen

Tipps rund um den Handyknigge

Von Anna Florenske

Das Handy ist allgegenwärtig.
Das Handy ist allgegenwärtig. (picture alliance / dpa / Frédéric Dugit)

Fast überall sind Handys und Smartphones mit dabei: auf der Party, bei der privaten Verabredung, im beruflichen Meeting. Doch viele Menschen fühlen sich dadurch gestört. Deshalb gilt es, ein paar Benimmregeln zu beachten.

Wer kennt das nicht? Man ist vertieft in ein Gespräch und plötzlich klingelt ein Handy. Verbraucherin Johanna Holdt kann da nicht immer widerstehen:

"Im Regelfall gehe ich dann eigentlich nicht ans Telefon. Ich ertappe mich aber ab und zu dabei, dass ich drauf gucke, wer anruft."

Schon solch ein verzagter Blick auf das Handy stört das Gespräch, findet Handynutzerin Isabella di Benedetto:

"Das kennt man ja auch von sich selber: Dann schaut man doch mal drauf, Ah, ist da vielleicht eine SMS gekommen? Lauscht vielleicht auch, ob da eine Nachricht ist. Also ich finde diese geteilte Aufmerksamkeit manchmal sehr störend."

Benimmtrainerin Nicola Schmidt plädiert daher für einen konsequenten Umgang mit dem Handy, nicht nur bei beruflichen Treffen:

"Prioritäten setzen und sich selber fragen: Was ist jetzt in dem Moment wichtiger? Ist der Geschäftstermin wichtiger, wo es gegebenenfalls um einen Auftrag geht? Oder ist das Handy wichtiger – weil vielleicht der Mann anruft und fragt, was gibt es heute zu essen?"

Wer sich in Ruhe seinen beruflichen Gesprächen widmen will, lässt das Mobiltelefon besser stillschweigend in der Tasche, betont die Benimmtrainerin. Nur in wichtigen Ausnahmefällen dürfe es anders laufen:

"Selbst, wenn das ein berufliches Handy ist – dann ist es höflich, wirklich zu fragen: Ist es O. K., wenn ich mein Handy auf den Tisch lege? Ich erwarte einen wichtigen Anruf über einen Vertragsabschluss. Und ich habe gesagt, dass ich in der und der Zeit erreichbar bin. Ist das O. K. für sie? Dann ist es was anderes."

Im privaten Bereich rät Nicola Schmidt zu den gleichen Spielregeln.

"Das ist einfach die Wertschätzung meines Gesprächspartners. Damit er weiß: Aha, dass mein Gegenüber nicht einfach sein Handy auspackt und da rumsimst. Und wenn ich den anderen aber drauf vorbereite und frage – eine Frage ist immer höflicher als einfach machen."

Mit Rücksicht auf andere Fahrgäste sollte man auch in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu laut telefonieren. Was zuweilen schnell vergessen wird: Partnerschaftsstreitigkeiten oder Betriebsinterna sind nichts für fremde Ohren. Daher der Tipp der Benimmtrainerin:

"Zu sagen: Du hör mal, ich bin hier noch unterwegs, ich rufe dich zurück. Dann und dann, dauert ungefähr noch so und so viel Minuten. Da wird jeder Verständnis für haben."

Und auch auf Partys und sonstigen Versammlungen sind Menschen, die in ihre Handys oder Smartphones starren, immer häufiger. Abendfüllende Streitgespräche sind out, schnelles Suchen im Internet ist in, lacht Johanna Holdt:

"Man steht da irgendwie zusammen und es fällt einem ein Name von einem Film nicht ein. Und ich guck dann schon. Also ich google das dann eben."

Verhaltensregeln sind auf Partys fehl am Platz. Wen hier die allgegenwärtige Präsenz der Mobiltelefone stört, der sollte das einfach direkt ansprechen, rät Nicola Bauer. So hält es auch Birgit Marx, wenn ihr das Rumgetippe ihrer Zeitgenossen dann doch mal zu viel wird:

"Ich sag dann manchmal: Ach, muss doch jetzt nicht sein. Weil es ist ja eine ganz andere Art der Kommunikation. Ich finde, die zwischenmenschliche Kommunikation muss immer über der mit der Maschine stehen."

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