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Hörspiel Die Züge hinter den Wäldern

Zum 80. Geburtstag des Autors

Von Jürgen Becker

Das Erinnern und die Bespiegelung der Gegenwart stehen im Mittelpunkt des Stücks.
Das Erinnern und die Bespiegelung der Gegenwart stehen im Mittelpunkt des Stücks. (AP)

Ein Mann erinnert sich an die Zeiten, in denen er am Rand der Heide wohnte und das Rauschen der Züge hinter den Wäldern vernahm. Wie in einem Kaleidoskop tauchen Stimmen aus der Vergangenheit auf...

Da ist der Großvater, der Lokführer war und dem Kind Fotos aus der Kriegszeit zeigte, der Onkel, der, scheinbar als Handlungsreisender, das gesamte Gleisnetz der Reichsbahn befuhr, da ist die erste Modelleisenbahn und da sind die Tante und ihre Erzählungen von Massenflucht und dunklen Waggons.

Zugleich wartet ein altes Ehepaar auf einem Bahnsteig auf einen Mann, der nicht kommt. Sie streiten sich, sie beschimpfen sich und suchen nach Gründen für das Ausbleiben des lange Ersehnten.

Im Zentrum des Hörstückes steht einmal mehr das Erinnern, die Bespiegelung der Gegenwart durch die Vergangenheit.


Regie: Walter Adler
Mit Rosel Zech, Rosemarie Fendel, Hermann Lause, Hans-Peter Hallwachs u.a.
WDR/SWF 1998/57'49


anschließend: Nachrichten aus der Dämmerung
Ein Streifzug durch die Welt von Jürgen Becker
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