Montag, 18.06.2018
 
StartseiteKölner KongressDie apokalyptische Glühbirne03.03.2018

Hörspiel- und Film-PräsentationDie apokalyptische Glühbirne

Ein Originalhör- und Sehspiel. Im Zentrum der bimedialen Produktion stehen die schriftliche Hinterlassenschaft und ein Zyklus von Zeichnungen des seit seinem 9. Lebensjahr in verschiedenen psychiatrischen Einrichtungen weggesperrten Christoph Wendel und dessen Trauma durch das "Totschweigen" der Familie.

Mit Frank Witzel und Norbert Schliewe

Eine Glühbirne mit zerbrochenem Glas (BR / Frank Witzel)
"Wem 'ein Licht aufgegangen' ist, kann sich nicht mehr herausreden: Die apokalyptische Glühbirne (BR / Frank Witzel)
Mehr zum Thema

Kölner Kongress 2018

Christoph Wendel war seit seinem neunten Lebensjahr in unterschiedlichen psychiatrischen Einrichtungen untergebracht und damit in gewisser Weise weggesperrt. Nach seinem Tod sammelt seine Großnichte das zusammen, was er hinterlassen hat: Merkwürdige, verrückte Briefe. So entfaltet sich ein Geflecht aus dem Anschreiben gegen das Schweigen und dem Trauma der NS-Zeit.

Frank Witzel lädt den Hörer und Zuschauer seines Hörspiel-Films "Die apokalyptische Glühbirne" dazu ein, die dargestellten Erinnerungen und Geschichten mit den eigenen, persönlichen Erlebnissen zu verknüpfen. Über einen Zyklus seiner Zeichnungen breitet sich vor uns der dissoziierte Gedankenkosmos der Hauptfigur visuell aus. Im Zentrum steht die Glühbirne, einerseits als einzige Lichtquelle, aber auch als das Ende der Unschuld. Denn wem "ein Licht aufgegangen" ist, kann sich nicht mehr herausreden.

Frank Witzel wurde 1955 in Wiesbaden geboren. Der Autor, Zeichner und Musiker erhielt den Deutschen Buchpreis und den Robert-Gernhard-Preis. Er schreibt Romane, Lyrik und Hörspiele.

Mit
Peter Brombacher
Gaby Dohm
Thomas Hauser
Julia Riedler
Michael Tregor
Sophie von Kessel
Irina Wanka
Anton Winstel

Komposition: Frank Witzel
Regie: Leonhard Koppelmann
Dramaturgie: Katarina Agathos


Produktion Bayerischer Rundfunk 2017 in Kooperation mit dem Deutschlandradio.

60 Minuten, plus 30 Minuten Publikumsgespräch.