Freitag, 15.12.2017
StartseiteJazzFactsFeinstes Klanggewebe23.03.2017

Holzbläser Niels Klein und sein Ensemble LOOM Feinstes Klanggewebe

Loom - so nennt der Kölner Saxofonist und Klarinettist Niels Klein sein kompositorisches Großprojekt. Es verkörpert seine Reverenz an den orchestralen Cool Jazz, der in Gerry Mulligans Concert Jazz Band oder in Miles Davis´ "Birth of the cool" seinen Ausdruck gefunden hat.

Von Thomas Mau

Der deutsche Musiker Niels Klein freut sich über den Echo Jazz in der Kategorie "Instrumentalist des Jahres national - Saxophon" am 28.05.2015 bei der Verleihung des Echo Jazz in Hamburg. Die Auszeichnungen in 21 Kategorien werden zum sechsten Mal von der deutschen Phono-Akademie vergeben. Foto: Daniel Reinhardt/dpa Verwendung weltweit (dpa / Daniel Reinhardt)
Der deutsche Musiker Niels Klein wird der Echo Jazz 2015 überrreicht. (dpa / Daniel Reinhardt)

Aber auch in den Arrangements von Orchesterleitern wie Gil Evans und Claus Ogerman sowie der Kompositorik von Henri Dutilleux. Niels Klein gefällt die Allegorie des Webstuhls ("Loom") als Name für sein Projekt: "Während auf der einen Seite feinstes Garn versponnen wird, rattern die Räder und es knarzt ordentlich im Gebälk."

Dabei geht es Klein weniger um die dynamische Energie einer Big Band, sondern eher um die komplexen Strukturen, die mit einer großen Besetzung möglich sind. Allein drei Baritonsaxofone, Blechbläsersätze aus Horn, Euphonium und Tuba oder Harfen- und Vibrafon-Sounds - all das bietet ihm eine reichhaltige Palette an Klangfarben, die sich zu einer Stilmelange zwischen zwölftonaler Abstraktion, swingendem Groove und ausdrucksreichen Soli verdichten.

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